Eiland
Noch kleinste Feuer zu entflamm’n,
tun tausend Sätze sich stets schwer,
doch Dir gelingt’s, mit wenig’ Zeichen
spielend Wärme zu erreichen -
Du brauchtest einst bei mir nicht mehr.
Recht viele Menschen trifft man an,
im Laufe eines Lebens hier,
von denen doch, was leicht zu spürn,
nur wenige uns echt berührn,
und sucht nach jemandem wie Dir.
Rund um die Welt würd’ ich dafür -
und endlos weiter – barfuß gehn,
obgleich es schwer zu glauben ist,
weil Du doch auch unglaublich bist -
wer würde Weg und Sinn verstehn?
Bist Wasser in der Wüste hier;
das Eiland weit, allein im Meer;
gleich einer Blume, stark und frei,
die tief im Schnee noch stolz gedeih’ -
solch Mensch ist selten, sogar sehr,
der so phantastisch ist wie kaum
ein Traum sich vorzustellen schafft;
dank klugem Kopf, so hübsch und smart,
der unverwechselbaren Art,
wirkst Du auf mich gar: zauberhaft.
Kenn’ Dich nun nicht so gut ich’s wünscht’,
weil jeder Wunsch nicht gleich geschieht,
nur macht das schlicht, mag’s auch zu klagen
Grund mir sein, so kann ich sagen,
für das hier keinen Unterschied.
Denn all die Verse wolln bedeuten:
find’ Dich kostbar, sollst Du wissen;
ist mir Freude, Dich zu kennen,
und ich möcht’ Dich, will’s benennen,
nicht mehr missen, nicht mehr missen.
(Mischa Mandl // 24. Dezember 2009 // für A.)
