Wie’s mir geht
Mir geht’s so gut,
ich kann ja gar nichts sagen.
Mir geht’s so gut,
ich darf mich nicht beschwern.
Mir geht’s so gut,
manch andrer wäre froh.
Mir geht’s so schlecht,
weil’s mir so gut gehn muss.
(2010)
Mir geht’s so gut,
ich kann ja gar nichts sagen.
Mir geht’s so gut,
ich darf mich nicht beschwern.
Mir geht’s so gut,
manch andrer wäre froh.
Mir geht’s so schlecht,
weil’s mir so gut gehn muss.
(2010)
Einfach alles oder nichts,
das sind unsere Optionen,
nicht Asyl im Selbstbetrug,
wie Freunde bleiben,
dies’ Getue -
Freunde hab ich schon genug!
(2010)
Ob ich Lust hab mitzukommen?
Nein, weil ich in deinen Augen
dann nicht finde, was ich such.
Ob ich Lust hab mitzukommen?
Nein, weil ich das nicht ertrage:
bleibst mir fern und bist so nah.
Ob ich Lust hab mitzukommen?
Ach, natĂĽrlich sag ich ja.
(2010)
Plötzlich Angst und viele Tränen,
ging doch schneller als erdacht:
Ist ihr Dasein schon am Ende?
Haben niemals mitgemacht.
Schau’n sich um, erkennen trĂĽb:
All die Zeit, da fehlte was;
Shopping, Auto und ein Haus:
Dieses „Leben“ – war es das?
(2010)
Such dir Ziele, keine Träume;
Sehnsucht erntet Spott und Hohn;
morgen, da wird alles besser,
gestern war das heute schon.
(2010)
Freie Zeit gilt hier als Plage,
birgt sie Raum doch fĂĽr Gedanken,
die sind störend, gar verachtet,
bringen Weltbilder ins Wanken.
(2009)