<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Pala &#187; Selbstfindung</title>
	<atom:link href="http://pala.mischamandl.de/tag/selbstfindung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://pala.mischamandl.de</link>
	<description>»Only one thing a man can do: find something that&#039;s his, make an island for himself«</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Feb 2012 18:29:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Der Wahnsinn der Normalität</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/der-wahnsinn-der-normalitaet/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/der-wahnsinn-der-normalitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 10:37:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Arno Gruen]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Normalität]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=1586</guid>
		<description><![CDATA[Was Psychiatrie und Psychologie als Geisteskrankheit vorführen, ist an die Vorstellung gebunden, daß es sich dabei um zunehmenden Realitätsverlust handelt. Mehr oder weniger Realitätsbezug &#8211; danach wird alles menschliche Verhalten klassifiziert. »Realität« wird dabei ausschließlich als äußere Realität verstanden. In der Tat ist der Realitätsbezug &#8211; sein Fehlen oder der Grad der Ergebenheit an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Was Psychiatrie und Psychologie als Geisteskrankheit vorführen, ist an die Vorstellung gebunden, daß es sich dabei um zunehmenden Realitätsverlust handelt. Mehr oder weniger Realitätsbezug &#8211; danach wird alles menschliche Verhalten klassifiziert. »Realität« wird dabei ausschließlich als äußere Realität verstanden.<br />
In der Tat ist der Realitätsbezug &#8211; sein Fehlen oder der Grad der Ergebenheit an die äußere Realität &#8211; ein Raster, in das man Menschen einordnen kann und das uns ermöglicht, eine Klassifizierung vorzunehmen vom psychotischen Verhalten über die Neurose zur Normalität. Doch ein solches Schema verdeckt, daß es auch noch eine andere Art von Krankheit gibt, die viel gefährlicher ist als die, die vom Verlust des Realitätsbezugs gekennzeichnet ist.<br />
Diese andere Art von Krankheit zu <em>sehen</em> erfordert einen Wechsel der Blickrichtung und eine Abkehr von den herkömmlichen Kategorien. Dann wird man sehen, daß sich hinter der Orientierung an der »Realität«, die gemeinhin das Kriterium für Gesundheit ist, eine tiefere und weniger augenfällige Pathologie verbirgt: die des »normalen« Verhaltens, die Pathologie der Anpassung als Folge der Preisgabe des Selbst.<br />
<small>(Arno Gruen &#8211; Der Wahnsinn der Normalität)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/denken-und-fuehlen/' rel='bookmark' title='Denken und Fühlen'>Denken und Fühlen</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/kollaboration/' rel='bookmark' title='Kollaboration'>Kollaboration</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/individualisierte-schuld/' rel='bookmark' title='Individualisierte Schuld'>Individualisierte Schuld</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/normalitaet/' rel='bookmark' title='Normalität'>Normalität</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/bewusstsein-und-gefuehlsleben/' rel='bookmark' title='Bewusstsein und Gefühlsleben'>Bewusstsein und Gefühlsleben</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/der-wahnsinn-der-normalitaet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anthemoessa</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/anthemoessa/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/anthemoessa/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 11:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Loslassen]]></category>
		<category><![CDATA[Resignation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Unglück]]></category>
		<category><![CDATA[Vermissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=1140</guid>
		<description><![CDATA[Trey Ratcliff Er erwachte völlig entkräftet in einem Krankenhausbett und konnte sich weder daran erinnern wie noch warum er hierhergekommen war. Hatte er einen Unfall gehabt, war er einfach bloß umgekippt oder hatte er vielleicht einen Schlaganfall erlitten? Seine Arme und seine Beine schmerzten ihn, und als er versuchte, sie mehr als ein paar Zentimeter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildquelle" style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1141" title="Gateway" src="http://pala.mischamandl.de/wp-content/uploads/2010/08/4294845720_920f1d6ee9.jpg" alt="" width="500" height="341" />
<p><a class="cc" href="http://www.flickr.com/photos/stuckincustoms/4294845720/"><span>Trey Ratcliff</span></a></p>
</div>
<p>Er erwachte völlig entkräftet in einem Krankenhausbett und konnte sich weder daran erinnern wie noch warum er hierhergekommen war. Hatte er einen Unfall gehabt, war er einfach bloß umgekippt oder hatte er vielleicht einen Schlaganfall erlitten? Seine Arme und seine Beine schmerzten ihn, und als er versuchte, sie mehr als ein paar Zentimeter zu bewegen, gab er nach kurzer Zeit erschöpft auf. Seine Augen vernahmen eine menschliche Silhouette neben dem Bett, doch noch erkannte er darin kein Gesicht. Verwirrt und ohne diesen Schatten direkt anzusprechen, stammelte er bloß: „Wo… wo bin ich hier? Was ist mit mir passiert?“<br />
„Pssst“, flüsterte eine Frauenstimme zärtlich. „Sei unbesorgt, mein Schatz, alles wird wieder gut. Hab keine Angst. Du bist hier in den besten Händen. “<br />
Er erkannte diese Stimme sofort. Sie gehörte seiner Freundin, genaugenommen seiner ehemaligen Freundin, dieser Frau aus vergangenen Zeiten, die ihn,  wie er es ausdrücken würde, vor drei elend langen Jahren aus Gründen verlassen hat, die er nie verstehen wird, nachdem sie beide für fünf gute Jahre eine Beziehung miteinander geführt hatten. Als es zum Ende kam, ging sie fort und warf nie einen Blick zurück, doch er kam niemals über sie hinweg. Er dachte immer noch an sie und er vermisste sie an jedem Morgen, wenn er aufwachte, an jedem Abend, wenn er einschlief, in jedem Bett, in dem er lag. Am Anfang glaubte er, das ginge bald vorbei, er würde das Vermissen hinter dem Alltag leicht verbergen können, und wäre erst etwas Zeit vergangen, dann würde er sie irgendwann vergessen, doch es verstrich erst ein Jahr, dann zwei Jahre und schließlich drei, ohne dass es ihm gelang, sie aus seinen Gedanken und vor allem aus seinen Gefühlen zu verbannen. Mehrmals hatte er in dieser Zeit versucht, eine Beziehung mit einer anderen Frau aufzubauen, also weiterzumachen, die Wunden der Vergangenheit wenn schon nicht zu heilen, dann doch wenigstens zu verbinden, aber keinem dieser Versuche war letzten Endes ein langer Bestand gegönnt. Er musste sich irgendwann eingestehen, dass keine dieser Beziehungen einen Wert für sich hatte, sondern sie in Wahrheit nur ein unbewusster und verzweifelter Versuch waren, seine ehemalige Freundin zu ersetzen, die für ihn so unersetzbar war. Keine dieser Ersatzbeziehungen konnte er für allzu lange Zeit aufrechterhalten, keine dieser Frauen konnte ihn verzaubern, denn jede von ihnen verglich er mit ihr und keine war für ihn so gut wie sie, keine genügte seinem Vergleich, keine war ein Duplikat seiner einzigen großen Liebe.<br />
„Du? Wieso bist du hier? Und… du nennst mich Schatz? Warum? Wir sind… schon so lange nicht mehr zusammen.“<br />
„Ich dachte, es würde dir gefallen. Ich weiß, wie sehr du mich vermisst.“<br />
„Was weißt du schon“, seufzte er.<br />
„Ich kann es dir nicht verübeln“, ergänzte sie kokett, beugte sich zu ihm hinunter und flüsterte in sein Ohr: „Ich war das Beste, das dir je passiert ist, und ich werde es für immer sein.“<br />
„Warum bist du hier?“ wiederholte er seine Frage.<br />
„Freust du dich denn nicht? Ich weiß, dass du bis heute ständig an mich denkst, selbst nach all den Jahren. Ich weiß, wie sehr du mich brauchst, jetzt noch mehr denn je, und dass du mich nicht loslassen kannst, selbst wenn du wolltest. Du vermisst mich, du hast dich in deiner Sehnsucht eingemauert und du kommst dort nicht heraus. Kann es einen größeren Liebesbeweis geben als jenen, welchen du mit dir herumträgst? Ich bin hier, weil ich das weiß, und weil ich schätzen gelernt habe, wie sehr du wirklich an mir hängst.“<br />
Unter großer Anstrengung drehte er sich in seinem Bett von ihr weg und verbarg sein Gesicht, damit sie darin nicht sehen konnte, wie sehr sie ihn mit diesen Worten erwischt hatte.<br />
„Entschuldige, mein Schatz, ich lass dich erst einmal allein. Du bist noch sehr schwach und sicher auch sehr müde. Wir reden später. Nimm die hier, die helfen dir“, sagte sie und zeigte auf zwei Pillen und ein Glas mit Wasser, das direkt daneben stand. Dann ging sie zur Tür, drehte sich noch einmal um, pustete ihm einen Luftkuss zu und verließ den Raum.<br />
In den darauffolgenden Tagen verbesserte sich sein Zustand ein wenig, doch fiel es ihm noch immer schwer, Arme und Beine zu bewegen, sodass an Aufstehen noch lange nicht zu denken war. Das Zimmer, in dem er sich befand, war relativ klein, er sah zwei Schränke, ein Fenster und einen bescheidenen Tisch mit einem Stuhl. Jeden Tag besuchte ihn seine ehemalige Freundin und umsorgte ihn liebevoll. Sie brachte ihm Bücher, Zeitschriften und Mahlzeiten, sie unterhielt sich mit ihm über die alten, gemeinsamen Zeiten, erzählte ihm von den neuesten Ereignissen und versorgte ihn mit neuen Medikamenten. Er fühlte sich in ihren Händen geborgen und konnte bei weitem nicht verhehlen, sich über ihre Anwesenheit mehr als nur zu freuen. Die Zeit verging jedoch, ohne dass sich sein Zustand wesentlich verbessert hätte, doch was ihn viel mehr verwunderte, war die merkwürdige Tatsache, dass er während seines Aufenthalts bislang kein Pflegepersonal oder einen Arzt zu Gesicht bekommen hatte. Selbst als er den kleinen Knopf drückte, um jemanden an sein Bett zu rufen, kam niemand, es geschah nichts. Einzig seine Ex-Freundin erschien mit einer gewissen Regelmäßigkeit, also sprach er sie darauf an:<br />
„Ich habe hier noch nie eine Schwester gesehen, geschweige denn einen Arzt.“<br />
„Sei unbesorgt, mein Schatz, man kümmert sich sehr gut um dich. Ich habe dem Personal klargemacht, dass ich mich, soweit es geht, alleine um dich kümmern werde und man dein Zimmer wirklich nur im Notfall zu betreten hat. Ich will keine Leute hier um dich herum, die dich ständig stören oder mit irgendwas belästigen, wenn du dich doch schonen musst.“<br />
„Aber nicht einmal ein Arzt war hier…“<br />
„Doch, doch“, beruhigte sie ihn, „der Arzt war gestern Abend bei dir, als du schon tief und fest geschlafen hast. Ich war dabei. Du hast geschlafen wie ein Stein, aber deinen Schlaf hast du auch bitter nötig. Der Arzt wollte dich aufwecken, aber ich hab ihn angefaucht, er soll dich bloß in Ruhe lassen, solange es kein Notfall ist. Da ist er gegangen.“ Sie fing an zu lachen. „Du weißt, ich kann sehr überzeugend sein.“<br />
Als sie nach ein wenig Plauderei schließlich ging, nahm er sich vor, an diesem Abend einfach so lange es ihm möglich sein würde wach zu bleiben, sollte der Arzt erneut nach seinem Zustand sehen wollen. Er rang mit der Müdigkeit, aber er ließ sich von ihr nicht übermannen, und so wartete er bis in die frühen Morgenstunden. Es erschien weder ein Arzt noch sonst irgendjemand. Schließlich schlief er ein und wurde einige Stunden später von seiner einzigen, treuen Besucherin geweckt, die ihm sein Frühstück ans Bett servierte.<br />
An diesem Morgen jedoch war er aufgrund des wenigen Schlafs völlig ausgelaugt, und als er die Pillen zu sich nehmen wollte, die schon seit dem ersten Tag jede seiner Mahlzeiten begleiteten, verlor er sie aus den Fingern. Sie schienen unter sein Bett zu rollen, aber so genau konnte er das nicht beobachten. Seine ehemalige Freundin stand währenddessen am Fenster und bekam von alledem nichts mit, also beließ er es dabei. In den folgenden Stunden bemerkte er, dass das Gefühl in seinen Armen und Beinen mehr und mehr zurückkehrte und es ihm zunehmend leichter fiel, sie zu bewegen. Er wusste nicht, ob er das als Zufall abtun oder auf das Auslassen der Medikamente zurückführen sollte, also sprach er diese Frage am Abend an:<br />
„Was sind das eigentlich für Pillen, die du mir jedes Mal mitbringst?“<br />
„Die sind für deine Schmerzen, mein Schatz“, entgegnete sie mit einem Lächeln auf den Lippen, in das er sich damals sofort verliebt hatte, „die sollen dich beruhigen.“<br />
Unter Schmerzen jedoch litt er nur, wenn er diese Mittel zu sich nahm, doch dass er zu dieser Erkenntnis gekommen war, wollte er ihr nicht mitteilen. Er entschloss sich dazu, die Pillen in Zukunft heimlich zu meiden. Irgendetwas stimmt hier nicht, dachte er bei sich, erst sah er weit und breit kein Personal und nun dieser… Zufall.<br />
Am nächsten Morgen fühlte er sich wesentlich besser, sehr zu seiner Verwunderung. Arme und Beine konnte er nun frei bewegen, so als sei niemals irgendwas geschehen. War denn je irgendwas geschehen? Er richtete sich zunächst im Bett auf, schwang dann die Beine heraus und stand schließlich auf, ohne jene Gliederschmerzen zu verspüren, die ihn seit seinem Aufwachen ans Bett gefesselt hatten. Nach kurzem Zögern ging er zur Tür, doch als er die Klinke herunterdrückte, geschah gar nichts. Sie ließ sich nicht öffnen. Und da verstand er. Die Pillen sollten ihm nicht helfen, sie sollten ihn im Bett halten. Sie wollte ihn nicht gehen lassen.<br />
Sein Blick fiel auf das Fenster, das der einzige Ausweg zu sein schien. Er zog den Vorhang zur Seite, öffnete es und musste feststellen, dass er sich hier wohl im vierten oder fünften Stock befand. Ein Sprung würde wahrscheinlich tödlich enden, und irgendetwas, an dem er sich hätte festhalten, an dem er nach unten hätte klettern können, konnte er nicht sehen. Er war gefangen. Plötzlich hörte er ein Geräusch an der Tür, und bevor er sich zurück ins Bett legen konnte, stand sie schon im Raum und warf ihm einen überraschten Blick zu.<br />
„Dein Zustand hat sich endlich gebessert“, sagte sie und versuchte, sich ihre Überraschung nicht anmerken zu lassen. „Ich bin so glücklich, ich dachte schon, du würdest für immer dort liegen bleiben.“<br />
„Die Tür war abgesperrt“, bemerkte er knapp. „Warum?“<br />
„Ach, mein Schatz, das ist nur zu deinem Besten.“<br />
„Erklär mir das! Wie zum Teufel soll das denn zu meinem Besten sein?“<br />
„Vertraust du mir nicht mehr?“<br />
„Es fällt mir zunehmend schwer, jemandem zu vertrauen, der mich einsperrt und mit irgendwelchem Zeug vollpumpt, das mir jede Handlung unmöglich macht.“<br />
„Reg dich bitte nicht auf.“<br />
„Bring mir einen Arzt!“<br />
„Es gibt hier keine Ärzte. Ich kümmere mich um dich, nur ich.“<br />
„Du bist verrückt!“<br />
„Leg dich wieder hin, mach es dir gemütlich und lass dich einfach von mir versorgen. Ich habe dich in den letzten drei Jahren im Stich gelassen, das tut mir leid, aber alles kann wieder so werden, wie du es dir wünschst. Wir bleiben zusammen, nur wir beide. Du brauchst sonst niemanden. Niemanden!“<br />
Er sah sie an und blickte dann zum Fenster, das immer noch geöffnet war. Ihr überraschtes Gesicht wich einem Ausdruck der Verzweiflung, dann purer Wut. Als sie einige Schritte auf ihn zuging, stieg er in das Fenster, hielt sich am Rahmen fest und sprach zu ihr, sie solle zurückbleiben, sie solle ihn nicht anrühren, sonst würde er springen. Sie blieb stehen und setzte wieder ihr berauschendes Lächeln auf.<br />
„Ich weiß, du vermisst mich an jedem einzelnen Tag, seitdem ich dich verlassen habe.“ Ihre Stimme war süß und gleichzeitig voller Erotik, so als wolle sie ihn verführen. „Ich weiß, du liebst mich heute noch genau wie vor drei Jahren, und ich weiß, dass du auch immer noch die Hoffnung hegst, mit mir dein ganzes Leben zu verbringen. Wir könnten zusammen noch einmal anfangen, das hast du dir doch all die Jahre gewünscht. Nur du und ich, für immer. Bleib bei mir, mein Schatz. Willst du dein Leben denn einfach wegschmeißen, wenn du loslässt und springst?“<br />
„Du bist nicht mein Leben!“, schrie er sie an, blickte in ihre Augen, löste die Finger vom Rahmen und ließ sich aus dem Fenster fallen. „Du warst es viel zu lang.“<br />
Völlig benommen wachte er in einem Krankenhausbett auf und konnte sich weder daran erinnern wie noch warum er hierhergekommen war. Neben dem Bett erkannte er eine menschliche Silhouette, die irgendetwas zu irgendjemandem sagte, den er nicht sehen konnte. Plötzlich erschien eine zweite Gestalt, die sich ihm als Arzt vorstellte und ihm erklärte, es habe lange Zeit nicht gut für ihn ausgesehen: „Sie waren für einige Zeit im Koma, aber nun haben Sie ja doch noch den Sprung zurück ins Leben geschafft.“</p>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/was-man-so-braucht/' rel='bookmark' title='Was man so braucht'>Was man so braucht</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/in-deinem-bunker/' rel='bookmark' title='In deinem Bunker'>In deinem Bunker</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/im-ewigen-eis/' rel='bookmark' title='Im ewigen Eis'>Im ewigen Eis</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wenn-du-in-einen-abgrund-blickst/' rel='bookmark' title='Wenn du in einen Abgrund blickst'>Wenn du in einen Abgrund blickst</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wer-mich-liebt-mit-dem-stimmt-etwas-nicht/' rel='bookmark' title='Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht'>Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/anthemoessa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/wer-mich-liebt-mit-dem-stimmt-etwas-nicht/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/wer-mich-liebt-mit-dem-stimmt-etwas-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 12:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Watzlawick]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Unglück]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=1099</guid>
		<description><![CDATA[Schon Dostojewski machte darauf aufmerksam, daß das Bibelwort »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« wahrscheinlich andersrum zu verstehen ist &#8211; nämlich in dem Sinne, daß man den Nächsten nur dann lieben kann, wenn man sich selbst liebt. Weniger elegant, dafür um so prägnanter, drückte Marx (Groucho, nicht Karl) dieselbe Idee Jahrzehnte später aus: »Es würde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Schon Dostojewski machte darauf aufmerksam, daß das Bibelwort »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« wahrscheinlich andersrum zu verstehen ist &#8211; nämlich in dem Sinne, daß man den Nächsten nur dann lieben kann, wenn man sich selbst liebt.</p>
<p>Weniger elegant, dafür um so prägnanter, drückte Marx (Groucho, nicht Karl) dieselbe Idee Jahrzehnte später aus: »Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen.« Wenn Sie sich die Mühe nehmen, die Tiefe dieses Witzes zu ergründen, sind Sie bereits gut auf das nun Folgende vorbereitet.</p>
<p>Geliebt zu werden ist auf jeden Fall mysteriös. Nachzufragen, um Klarheit zu schaffen, empfiehlt sich nicht. Bestenfalls kann es der andere Ihnen überhaupt nicht sagen; schlimmstenfalls stellt sich sein Grund als etwas heraus, das Sie selbst bisher nicht für Ihre charmanteste Eigenschaft hielten; zum Beispiel das Muttermal auf Ihrer linken Schulter. Schweigen ist da wieder einmal ganz eindeutig Gold.</p>
<p>Was wir daraus für unser Thema lernen können, zeichnet sich nun schon klarer ab. Nehmen Sie nicht einfach dankbar hin, was Ihnen das Leben durch Ihren (offensichtlich selbst liebenswerten) Partner bietet. Grübeln Sie. Fragen Sie sich, aber nicht ihn, warum. Denn er muß ja irgendeinen Hintergedanken haben. Und den enthüllt er Ihnen bestimmt nicht.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>[F]ür den Unglücklichkeitsbedarf des Anfängers mag das eben Gesagte ausreichen. Der Fortgeschrittene aber gibt sich damit nicht zufrieden. Aus diesen Zusammenhängen läßt sich nämlich weiteres Kapital schlagen, das allerdings nur den Groucho Marxens unter uns zugänglich ist. Es setzt eben voraus, daß man sich selbst für liebensunwürdig hält. Damit ist jeder, der einen liebt, prompt diskreditiert. Denn wer einen liebt, der keine Liebe verdient, mit dessen Innenleben stimmt etwas nicht. Ein Charakterdefekt wie Masochismus, eine neurotische Bindung an eine kastrierende Mutter, eine morbide Faszination durch das Minderwertige &#8211; von dieser Art sind die Gründe, die sich als Erklärung für die Liebe des oder der Betreffenden anbieten und sie unerträglich machen. (Zur Auswahl der befriedigendsten Diagnose ist eine gewisse Kenntnis der Psychologie oder wenigstens die Teilnahme an Selbsterfahrungsgruppen von großem Wert.)</p>
<p>Und damit ist nicht nur das geliebte Wesen, sondern auch der Liebende selbst und die Liebe als solche in ihrer Schäbigkeit enthüllt. Was kann man schon mehr wünschen?</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Nur auf den ersten Blick erscheint das absurd, denn die Komplikationen, die mit dieser Auffassung einhergehen, liegen doch so klar auf der Hand. Dies dürfte aber noch niemanden abgehalten haben, oder, wie Shakespeare es in einem seiner Sonette sagt: »Dies weiß jedweder, doch nicht wie man flieht den Himmel, der zu dieser Hölle zieht.« Praktisch verliebe man sich also in hoffnungsloser Weise: in einen verheirateten Partner, einen Priester, einen Filmstar oder eine Opernsängerin. Auf diese Weise reist man hoffnungsfroh, ohne anzukommen, und zweitens bleibt einem die Ernüchterung erspart, feststellen zu müssen, daß der andere gegebenenfalls durchaus bereit ist, in eine Beziehung einzutreten - womit er sofort unattraktiv wird.<br />
<small>(Paul Watzlawick &#8211; Anleitung zum Unglücklichsein)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/das-ende-der-liebe/' rel='bookmark' title='Das Ende der Liebe'>Das Ende der Liebe</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wo-war-die-liebe/' rel='bookmark' title='Wo war die Liebe?'>Wo war die Liebe?</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wer-man-sein-kann/' rel='bookmark' title='Wer man sein kann'>Wer man sein kann</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/vergaenglichkeit/' rel='bookmark' title='Vergänglichkeit'>Vergänglichkeit</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/in-deinem-bunker/' rel='bookmark' title='In deinem Bunker'>In deinem Bunker</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/wer-mich-liebt-mit-dem-stimmt-etwas-nicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nichts zu verlieren</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/nichts-zu-verlieren/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/nichts-zu-verlieren/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 12:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Unglück]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=1071</guid>
		<description><![CDATA[Trey Ratcliff Es dauerte zwei ganze Tage, bis mir langsam klar wurde, was er wirklich zu mir gesagt hatte. Er wolle nicht den Teufel an die Wand malen, doch es sähe nicht gut aus, hatte der Arzt mit einem Kopfschütteln gemeint, jedoch gleich noch hinzugefügt, ein genaues Ergebnis könne er mir erst in einigen Tagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildquelle" style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1072" title="The Calm After the Storm" src="http://pala.mischamandl.de/wp-content/uploads/2010/07/1435669599_3a391638bd.jpg" alt="" width="500" height="369" />
<p><a class="cc" href="http://www.flickr.com/photos/stuckincustoms/1435669599/"><span>Trey Ratcliff</span></a></p>
</div>
<p>Es dauerte zwei ganze Tage, bis mir langsam klar wurde, was er wirklich zu mir gesagt hatte. Er wolle nicht den Teufel an die Wand malen, doch es sähe nicht gut aus, hatte der Arzt mit einem Kopfschütteln gemeint, jedoch gleich noch hinzugefügt, ein genaues Ergebnis könne er mir erst in einigen Tagen mitteilen. Wie schlimm denn „nicht gut“ sei, hatte ich gefragt, und er antwortete bloß knapp, im schlimmsten Fall stünden die Chancen nicht sehr gut, dass ich das Ende des Jahres noch erleben würde, sollte die genaue Untersuchung seine Vermutung denn bestätigen. Vielleicht war er etwas vorschnell, doch ich schätzte seine Aufrichtigkeit, denn die meisten Ärzte hätten sich davor gedrückt, solch eine Vermutung offen auszusprechen, solange sie nicht über eine definitive Diagnose verfügten, um, wie sie sagen würden, ihre Patienten nicht unnötig zu verängstigen. Zwei Tage später saß ich in einem Bus, es war Nachmittag, und erst da begriff ich plötzlich, dass meine Perspektiven sich verändert hatten. Ich würde vielleicht sterben, und zwar sehr bald.<br />
Ich sprach mit niemandem darüber, außer mit meinen Eltern. Wieso auch? Noch stand das Ergebnis gar nicht fest, und ich wollte niemanden unnötig beunruhigen, also verhielt ich mich wie jene Ärzte, die ihre Patienten erst einmal im Dunkeln lassen. Ich hätte es nicht ertragen, von Freunden oder von Menschen, die sich dafür hielten, mitleidige Blicke und wohlmeinenden Zuspruch zu erhalten, der bestenfalls gut gemeint und im schlimmsten Fall einfach nur lächerlich ist. Nein, ich behielt es für mich, denn es handelte sich ja um eine höchst private Angelegenheit, die zuallererst bloß mich etwas anging. Und wie sie mich etwas anging!<br />
Was in mir geschah, nachdem ich erst einmal begriffen hatte, wie nun meine Chancen standen und dass ich vielleicht bald sterben würde, kann ich gar nicht so genau beschreiben. Es war jedoch nicht wirklich schlecht, was in mir vor sich ging, so wie man es vielleicht von jemandem erwarten würde, der dem Tod ins Auge blickt, denn genau das tat ich ja, mehr oder weniger. Ich verfiel nicht in tiefe Depression, ich wurde weder apathisch und hoffnungslos, noch begann ich plötzlich, mich für Extremsport zu interessieren, um auf die letzten Tage noch möglichst viele Kicks zu bekommen. Ich blieb, wenn man so sagen kann, oberflächlich betrachtet ziemlich normal.<br />
Unter der Oberfläche jedoch vollzog sich ein Wandel, der zwar nicht besonders spektakulär erschien, aber meinem Leben eine gewisse neue Richtung geben sollte. Bislang hatte ich ein Leben geführt, das sich daran orientierte, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen und möglichst wenig aufzufallen, weil Auffallen in der Regel bedeutete, ziemlich schnell in Situationen zu geraten, die sich zu Problemen entwickeln könnten. Ich war der Mann, der immer da, aber nie dabei sein wollte, der immer anwesend, aber nie beteiligt war. Das sollte sich ändern.<br />
Es gab da eine Frau. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass ich in sie verliebt gewesen sei. Ein wenig vielleicht. Aber mehr wollte ich mir nicht erlauben, denn das wäre dann genau solch eine Situation gewesen, die zu Problemen hätte führen können. Wir gingen einige Male aus, ja, aber nur unter Vorwänden, nur mit Begleitung, und nie fiel das Wort Date, geschweige denn ein Kuss. An schlechten Tage fühlte ich mich feige und hasste mich dafür, nicht den Mut aufzubringen, sie einfach zu küssen, doch an guten Tagen klopfte ich mir auf die Schulter, die Sache nicht noch weiter zu vertiefen, würde sie doch sowieso in einer Katastrophe oder jedenfalls irgendwie enden, aber eben enden. Es gab Menschen in meinem Leben, zu denen ich freundlich war, obwohl ich sie nicht ausstehen konnte. Mein Chef zum Beispiel, um ein Klischee zu erfüllen, denn wer mag schon seinen Chef, aber auch Leute in meinem Freundeskreis, Freunde von Freunden, irgendwelche Bekannte sowie natürlich diejenigen, von denen man sich erhofft, für die gespielte Freundlichkeit später im Leben irgendwann einmal etwas zurückzubekommen. Ich war ordentlich und brav, könnte man sagen, denn ich erfüllte Aufgaben, die mir zugetragen wurden, in der Regel ohne zu murren, befolgte die Regeln, auch wenn sie mir noch so unsinnig erschienen, wagte nichts und ordnete mich unter, wo es nur ging, weil alles andere wieder zu Problemen geführt hätte. Es war kein unangenehmes Leben, doch es war ein Leben, das mich auch nicht wirklich befriedigte.<br />
Nach den Worten des Arztes jedoch war alles anders. Meine Perspektive, meine Rolle in der Welt als auch meine Sicht auf mich selbst hatten sich verändert. Ich würde vielleicht bald sterben. Haben wir nicht alle diesen Gedanken in uns, schlicht und einfach das zu tun, was uns wirklich glücklich macht, wenn wir nur noch einen Tag zu leben hätten? Wenn es auch nicht ein einzelner sein sollte, so schienen meine Tage doch gezählt. Wie lange hätte ich noch gehabt? Sechs Monate? Ein Jahr? Was ist in einem solchen Fall der Unterschied zwischen einem Tag und einem Jahr? Oder anders gefragt: Was ist der Unterschied zwischen einem Tag und einem Leben? Wieso tragen wir diese Vorstellung mit uns herum, wir würden plötzlich alles ganz anders leben und erleben, wenn wir definitiv wüssten, es wäre unser letzter Tag? Wenn ich morgen ganz unspektakulär in der Dusche ausrutschen würde, wäre mein letzter Tag dann nicht der heutige, also beliebig? Immer und nie zugleich? Warum ändern so viele Menschen ihr Leben, wenn sie ein mehr oder weniger genaues Datum für ihren Tod erfahren? Verbringen wir unsere Leben vielleicht so unglücklich, so unbefriedigend, weil wir glauben, wir lebten für immer, wir könnten alles noch nachholen, was wir versäumen, und erst das baldige Ende, dieser Gedanke an Endlichkeit bringt uns dazu, unser Leben wahrhaft zu genießen, wenn es dafür schon fast zu spät ist? Ich weiß es nicht.<br />
Was ich jedoch wusste, war, mein Leben sollte anders werden. Ich wollte die wenige Zeit, die mir vielleicht noch blieb, sinnvoll nutzen. In meinem Kopf malte ich mir aus, wie mein Leben in Zukunft aussehen sollte. Zuallererst würde ich sie anrufen und um ein Date bitten, ein klares, eindeutiges Date, um dem Herumlavieren endlich ein Ende zu bereiten. Es wäre riskant, natürlich, aber ich hatte nichts mehr zu verlieren. Vor meinem Chef würde ich nicht länger kriechen, wenn er mich einmal mehr für seine eigene Inkompetenz bestrafte, sondern ihm offen sagen, was ich von ihm halte, und anstatt zu heucheln, würde ich wirklich immer meine ehrliche Meinung zum Ausdruck bringen, auch wenn sie einigen Menschen vielleicht nicht gefallen mag. Ich würde diejenigen Personen meiden, die mir nicht guttun, und würde mir Zeit für Menschen und Dinge nehmen, die mir besonders am Herzen liegen. Ich würde ein besserer Freund sein, ein besserer Sohn, ein besserer Mensch. Das war es, was ich mir vorstellte, was in mir brannte. Ich würde, wenigstens auf meine letzten Tage, endlich das Leben führen, das ich schon die ganze Zeit hätte führen sollen.<br />
Drei Tage später erhielt ich die Ergebnisse. Der Arzt sagte mir, ich hätte riesiges Glück gehabt, und was er damit meinte, war wohl, ich bekäme mein ewiges, undatiertes Leben zurück. Ich ging nach Hause, setzte mich auf meine Couch und verarbeitete, was gerade geschehen war. Ich dachte an die Frau, mit der ich schon seit langer Zeit so gerne ausgehen würde, und verteufelte mich dafür, sie noch immer nicht angerufen zu haben. Dann endlich nahm ich das Telefon in die Hand, wählte die Nummer meiner Eltern, erzählte ihnen von der guten Nachricht, und führte mein Leben weiterhin wie zuvor.</p>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/das-grosse-glueck/' rel='bookmark' title='Das große Glück'>Das große Glück</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/was-man-so-braucht/' rel='bookmark' title='Was man so braucht'>Was man so braucht</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wenn-du-in-einen-abgrund-blickst/' rel='bookmark' title='Wenn du in einen Abgrund blickst'>Wenn du in einen Abgrund blickst</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/anthemoessa/' rel='bookmark' title='Anthemoessa'>Anthemoessa</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/im-ewigen-eis/' rel='bookmark' title='Im ewigen Eis'>Im ewigen Eis</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/nichts-zu-verlieren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Furcht vor dem Glück</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/furcht-vor-dem-glueck/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/furcht-vor-dem-glueck/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 12:30:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Alain de Botton]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Unglück]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=1038</guid>
		<description><![CDATA[It is easiest to accept happiness when it is brought about through things that one can control, that one has achieved after much effort and reason. But the happiness I had reached with Chloe had not come as a result of any personal achievement or effort. It was simply the outcome of having, by a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>It is easiest to accept happiness when it is brought about through things that one can control, that one has achieved after much effort and reason. But the happiness I had reached with Chloe had not come as a result of any personal achievement or effort. It was simply the outcome of having, by a miracle of divine intervention, found a person whose company was more valuable to me than that of anyone else in the world. Such happiness was dangerous precisely because it was so lacking in self-sufficient permanence. Had I after months of steady labor produced a scientific formula that had rocked the world of molecular biology, I would have had no qualms about accepting the happiness that had ensued from such a discovery. The difficulty of accepting the happiness Chloe represented came from my absence in the causal process leading to it, and hence my lack of control over the happiness-inducing element in my life. It seemed to have been arranged by the gods, and was hence accompanied by all the primitive fear of divine retribution.</p>
<p>&#8220;All of man&#8217;s unhappiness comes from an inability to stay in his room alone,&#8221; said Pascal, advocating a need for man to build up his own resources over and against a debilitating dependence on the social sphere. But how could this possibly be achieved in love? Proust tells the story of Mohammed II, who, sensing that he was falling in love with one of the wives in his harem, at once had her killed because he did not wish to live in spiritual bondage to another. Short of this approach, I had long ago given up hope of achieving self-sufficiency. I had gone out of my room, and begun to love another &#8211; thereby taking on the risk inseparable from basing one&#8217;s life around another human being.<br />
<small>(Alain de Botton &#8211; On Love)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/selbstzurueckweisung/' rel='bookmark' title='Selbstzurückweisung'>Selbstzurückweisung</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/i-dont-love-you/' rel='bookmark' title='I don&#8217;t love you'>I don&#8217;t love you</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/what-did-thinking-ever-do-for-me/' rel='bookmark' title='What did thinking ever do for me?'>What did thinking ever do for me?</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/lieblose-abstraktionen/' rel='bookmark' title='Lieblose Abstraktionen'>Lieblose Abstraktionen</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/i-love-you/' rel='bookmark' title='I love you'>I love you</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/furcht-vor-dem-glueck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Selbstzurückweisung</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/selbstzurueckweisung/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/selbstzurueckweisung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 15:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Alain de Botton]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstannahme]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstzweifel]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=997</guid>
		<description><![CDATA[When we look at someone (an angel) from a position of unrequited love and imagine the pleasures that being in heaven with them might bring us, we are prone to overlook a significant danger: how soon their attractions might pale if they began to love us back. We fall in love because we long to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>When we look at someone (an angel) from a position of unrequited love and imagine the pleasures that being in heaven with them might bring us, we are prone to overlook a significant danger: how soon their attractions might pale if they began to love us back. We fall in love because we long to escape from ourselves with someone as ideal as we are corrupt. But what if such a being were one day to turn around and love us back? We can only be shocked. How could they be as divine as we had hoped when they have the bad taste to approve of someone like us? If in order to love we must believe that the beloved surpasses us in some way, does not a cruel paradox emerge when we witness this love returned? &#8220;<em>If s/he really is so wonderful, how could s/he love someone like</em> me?&#8221;<br />
<small>(Alain de Botton &#8211; On Love)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/i-love-you/' rel='bookmark' title='I love you'>I love you</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/romantic-terrorism/' rel='bookmark' title='Romantic Terrorism'>Romantic Terrorism</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/love-it-is-that-wins-the-day/' rel='bookmark' title='Love it is that wins the day'>Love it is that wins the day</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/i-dont-love-you/' rel='bookmark' title='I don&#8217;t love you'>I don&#8217;t love you</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/destroy-and-be-destroyed-by-me/' rel='bookmark' title='Destroy and be destroyed by me'>Destroy and be destroyed by me</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/selbstzurueckweisung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein gutes Leben</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/ein-gutes-leben/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/ein-gutes-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 09:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mitch Albom]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=874</guid>
		<description><![CDATA[What if you had one day perfectly healthy, I asked? What would you do? &#8220;Twenty-four hours?&#8221; Twenty-four hours. &#8220;Let&#8217;s see&#8230; I&#8217;d get up in the morning, do my exercises, have a lovely breakfast of sweet rolls and tea, go for a swim, then have my friends come over for a nice lunch. I&#8217;d have them [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>What if you had one day perfectly healthy, I asked? What would you do?<br />
&#8220;Twenty-four hours?&#8221;<br />
Twenty-four hours.<br />
&#8220;Let&#8217;s see&#8230; I&#8217;d get up in the morning, do my exercises, have a lovely breakfast of sweet rolls and tea, go for a swim, then have my friends come over for a nice lunch. I&#8217;d have them come one or two at a time so we could talk about their families, their issues, talk about how much we mean to each other.<br />
&#8220;Then I&#8217;d like to go for a walk, in a garden with some trees, watch their colors, watch the birds, take in the nature that I haven&#8217;t seen in so long now.<br />
&#8220;In the evening, we&#8217;d all go together to a restaurant with some great pasta, maybe some duck &#8211; I love duck &#8211; and then we&#8217;d dance the rest of the night. I&#8217;d dance with all the wonderful dance partners out there, until I was exhausted. And then I&#8217;d go home and have a deep, wonderful sleep.&#8221;<br />
That&#8217;s it?<br />
&#8220;That&#8217;s it.&#8221;<br />
It was so simple. So average. I was actually a little disappointed. I figured he&#8217;d fly to Italy or have lunch with the President or romp on the seashore or try every exotic thing he could think of. After all these months, lying there, unable to move a leg or a foot &#8211; how could he find perfection in such an average day?<br />
Then I realized this was the whole point.<br />
<small>(Mitch Albom &#8211; Tuesdays with Morrie)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/my-shoes-are-too-tight/' rel='bookmark' title='My shoes are too tight'>My shoes are too tight</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/selbstzurueckweisung/' rel='bookmark' title='Selbstzurückweisung'>Selbstzurückweisung</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/beschleunigtes-leben/' rel='bookmark' title='Beschleunigtes Leben'>Beschleunigtes Leben</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/das-leben-ist-ein-musikstueck/' rel='bookmark' title='Das Leben ist ein Musikstück'>Das Leben ist ein Musikstück</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/in-der-wahrheit-leben/' rel='bookmark' title='In der Wahrheit leben'>In der Wahrheit leben</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/ein-gutes-leben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>In deinem Bunker</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/in-deinem-bunker/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/in-deinem-bunker/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 19:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Isolation]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstdarstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=838</guid>
		<description><![CDATA[Melody Kramer Wer von Geheimnissen lebt, verschreibt sein Dasein der ständigen Angst vor Offenbarung. Heute weiß ich, du hattest eine selbstzerstörerische Vorstellung, die jeden Zug deines Handelns bestimmte, der du treu warst wie einem Dogma, die unsere Beziehung prägte und wodurch sie letztlich auch zum Scheitern kam. Du warst so sehr von diesem Grundsatz überzeugt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildquelle" style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-839" title="Einzelhaft" src="http://pala.mischamandl.de/wp-content/uploads/2010/03/prison.jpg" alt="" width="500" height="333" />
<p><a class="cc" href="http://www.flickr.com/photos/mjkmjk/3402540619/"><span>Melody Kramer</span></a></p>
</div>
<p>Wer von Geheimnissen lebt, verschreibt sein Dasein der ständigen Angst vor Offenbarung. Heute weiß ich, du hattest eine selbstzerstörerische Vorstellung, die jeden Zug deines Handelns bestimmte, der du treu warst wie einem Dogma, die unsere Beziehung prägte und wodurch sie letztlich auch zum Scheitern kam. Du warst so sehr von diesem Grundsatz überzeugt, den du dir aus Gründen kultiviert hattest, die mir für immer verborgen bleiben werden, dass für dich die Konsequenzen deiner Überzeugung weder überschaubar waren noch beachtenswert erschienen.<br />
Jede ernsthafte Verbindung zwischen zwei Menschen könne nur Bestand haben, so predigtest du mir und jedem anderen, der das Unglück hatte, dieses Thema einmal anzuschneiden, wenn man die Impulse und Geheimnisse des Anderen nicht hinterfrage. Was du mit diesem Satz zum Ausdruck brachtest, das hieß in letzter Konsequenz, dem Anderen auf ewig ein Fremder zu bleiben, den Abstand niemals zu verlieren, der zwischen jenen steht, die sich nicht kennen. Aber was waren deine Geheimnisse? Es war vor allem Angst, muss ich rückblickend heute sagen. Du hattest Angst, ich könnte alles über dich erfahren, so als gäbe es ein festes Kontingent an Informationen über eine lebendige Person. Du hattest Angst, ich könnte das Interesse an dir ganz schnell wieder verlieren, wenn du mir nicht länger ein Mysterium offerierst, als wäre eine solche Geheimnislosigkeit zwischen zwei Menschen jemals möglich.<br />
Da waren keine bestürzenden Sünden, keine schlimmen und keine gefährlichen Geheimnisse, die du vor mir verbargst, die du aus Scham hinter einer Nebelwand hättest verstecken müssen, sondern nur dieses eine, deine tief verwurzelte Angst, ohne solch streng gehütete Geheimnisse, ohne den Schleier des Mysteriösen für einen anderen, für mich, auf einmal völlig uninteressant zu erscheinen. Du hattest Angst, du würdest dann berechenbar, du hattest Angst, du wärest dann durchschaut, wärst für mich fertig, ich würde dann an dir nichts mehr entdecken wollen und auch gar nichts mehr entdecken können.<br />
Bei jeder Gelegenheit, bei jeder noch so banalen Meinungsverschiedenheit, deren Diskussion du aus dem Weg gingst, hast du mich immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig dir deine verborgenen Geheimnisse sind, und du machtest mir wildeste Szenen, wenn ich es jemals wagte, eine deiner Handlungen auch nur im Ansatz zu hinterfragen. Es war für dich bequem. Du führtest dich auf wie eine Regierung unter Paranoia, die jede Anfrage mit einem schnippischen Verweis auf nationale Sicherheit verwehrt, weil ihre lästige Bevölkerung das alles gar nicht wissen muss. Wolltest du etwas nicht erklären &#8211; vielleicht konntest du es dir selbst gar nicht erklären -, dann deklariertest du es als Geheimnis, dein Geheimnis, und ich durfte es nicht hinterfragen, weil das in deiner Logik doch bedeutet hätte, ich würde dich nicht lieben. Das war dein Vorwurf, noch jedes Mal, wenn du deine Geheimnisse in Gefahr geraten sahst. „Du musst das nicht verstehen“, sagtest du anlässlich jeder Irritation, wenn mir deine Handlungen ein Rätsel aufgaben, und genau das freute dich daran, denn es war ein weiteres Geheimnis, das ich nicht ergründen konnte, das ich nicht ergründen durfte.<br />
Du öffnetest dich nur in kleinen, penibel abgegrenzten Stücken, du teiltest mir nur mit, was du mir mitteilen wolltest, all die guten Dinge, die schönen Seiten, all das, von dem du dachtest, es würde dich am besten präsentieren, und spartest dir den Rest für einen anderen Tag, der jedoch niemals kam. Das war deine Vorstellung von Kommunikation. Stets hieltest du etwas vor mir zurück, umgingst die offene Diskussion, ja jede Konfrontation, weil dies für dich zugleich bedeutete, sich einer möglichen Verletzung zu offenbaren, die dir so unvermeidlich schien, wenn dein Geheimnisbunker dich nicht schützt. Dein Verhalten, dessen Selbstschutz dich so isolierte, rationalisiertest du für dich mit der umgekehrten Fantasie, mir damit einen Dienst zu tun, da jede Offenlegung deiner selbst für mich vielleicht verletzend sei. Du hattest so viel Angst vor diesen Chimären, so viel Furcht vor Fraktur, dass du die wirklichen Verletzungen gar nicht wahrgenommen hast, die deine forcierte Geheimniskrämerei letztendlich dir und mir unwiderruflich zugefügt hat.<br />
Aber wer von uns war es nun, der nicht liebte? Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt, so sagt man, und was du für dich aus diesem Sprichwort mitnahmst, das war die Vorstellung, bei Liebe handele es sich um eine Art von Krieg. Jedes Geheimnis, das du mir offenbartest, stellte für dich ein kapitulierendes Eingeständnis dar, eine verlorene Schlacht, eine schleichende Verschiebung der Front hin zu dir, was am Ende zu deiner Niederlage in diesem Krieg führen würde und führen müsste, denn es war ja Liebe, und Liebe war Krieg, und Krieg bedeutete, dass einer am Ende der Verlierer sein muss. Du warst nicht gewillt, dich wirklich auf einen anderen Menschen einzulassen, sonst hättest du gewusst, dass du dein Spiel mit den Geheimnissen gar nicht brauchst, damit dich jemand wahrhaft liebt; du machtest dich durch sie bloß künstlich interessant. Alles an dir verstecktest du in einem Panzerschrank, über den du mit Kerberos&#8217; Verbissenheit Wache hieltst, weil in dir die Befürchtung wuchs, ich würde dich ganz unbarmherzig ausplündern und zurücklassen, wenn ich denn erst den Code zu deinem Leben weiß, wenn ich Zugang zu deinem Inneren bekäme. Begreifst du, dass das keine Liebe ist?<br />
Du hegtest nie den Wunsch, von mir verstanden zu werden, du wolltest dich nie öffnen, nie unsere Welten miteinander teilen. Das ist das Gegenteil von Liebe. Immer hattest du die Furcht, ich würde dich verlassen, wären da nicht mehr die Geheimnisse an dir, die mich für alle Ewigkeit wie einen Schatzsucher an dich binden sollten. Hättest du dich wirklich auf mich eingelassen, dann hättest du den Köder nicht gebraucht. Liebe bedarf keiner Geheimnisse. Liebe akzeptiert Geheimnisse, aber sie hat sie nicht nötig, weil es für Liebende ohnehin auf ewig Neues zu entdecken gibt, solange man einander liebt. Liebe sucht, entdeckt, erforscht, ohne dass du etwas wegschließen musst, weil der geliebte Mensch an sich doch das Geheimnis ist, das Liebende so gern ergründen, solange ihre Liebe währt. Noch heute hoffe ich für dich, du wirst das irgendwann verstehen.</p>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wer-man-sein-kann/' rel='bookmark' title='Wer man sein kann'>Wer man sein kann</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wo-war-die-liebe/' rel='bookmark' title='Wo war die Liebe?'>Wo war die Liebe?</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/das-ende-der-liebe/' rel='bookmark' title='Das Ende der Liebe'>Das Ende der Liebe</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/im-ewigen-eis/' rel='bookmark' title='Im ewigen Eis'>Im ewigen Eis</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/in-der-wahrheit-leben/' rel='bookmark' title='In der Wahrheit leben'>In der Wahrheit leben</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/in-deinem-bunker/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der irreparable Mensch</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/der-irreparable-mensch/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/der-irreparable-mensch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 14:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Konvention]]></category>
		<category><![CDATA[Ordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Willemsen]]></category>
		<category><![CDATA[Routine]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=822</guid>
		<description><![CDATA[Der irreparable Mensch ist der Mensch, der das Chaos hinter sich hat, und die Ordnung in der Marotte, in der Konvention, in den Tröstungen der Gewohnheit, im Tic, in der Routine, im Stil findet. Er wird nichts mehr. Kultivierte er früher vielleicht noch das aufklärerische Ideal, das Ich-Gebilde müsse stetig, plausibel, aus sich heraus entwickelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der irreparable Mensch ist der Mensch, der das Chaos hinter sich hat, und die Ordnung in der Marotte, in der Konvention, in den Tröstungen der Gewohnheit, im Tic, in der Routine, im Stil findet. Er wird nichts mehr. Kultivierte er früher vielleicht noch das aufklärerische Ideal, das Ich-Gebilde müsse stetig, plausibel, aus sich heraus entwickelt aufsteigen, so blamiert das Selbstbild im Knacks jede Vorstellung einer sich zielgerichtet entwickelnden Persönlichkeit. Am Ende erweist er sich als allenfalls amüsierbar.<br />
<small>(Roger Willemsen &#8211; Der Knacks)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wenn-jeder-taete-was-er-fuer-wichtig-hielte/' rel='bookmark' title='Wenn jeder täte, was er für wichtig hielte'>Wenn jeder täte, was er für wichtig hielte</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/beschleunigtes-leben/' rel='bookmark' title='Beschleunigtes Leben'>Beschleunigtes Leben</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/nichts-mehr-wie-zuvor/' rel='bookmark' title='Nichts mehr wie zuvor'>Nichts mehr wie zuvor</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wie-bin-ich-bloss-hier-gelandet/' rel='bookmark' title='Wie bin ich bloß hier gelandet?'>Wie bin ich bloß hier gelandet?</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/man-folgt-nur-befehlen/' rel='bookmark' title='Man folgt nur Befehlen'>Man folgt nur Befehlen</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/der-irreparable-mensch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Confusion</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/confusion/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/confusion/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 14:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Safran Foer]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=804</guid>
		<description><![CDATA[What if the water that came out of the shower was treated with a chemical that responded to a combination of things, like your heartbeat, and your body temperature, and your brain waves, so that your skin changed color according to your mood? If you were extremely excited your skin would turn green, and if [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>What if the water that came out of the shower was treated with a chemical that responded to a combination of things, like your heartbeat, and your body temperature, and your brain waves, so that your skin changed color according to your mood? If you were extremely excited your skin would turn green, and if you were angry you&#8217;d turn red, obviously, and if you felt like shiitake you&#8217;d turn brown, and if you were blue you&#8217;d turn blue.<br />
Everyone could know what everyone else felt, and we could be more careful with each other, because you&#8217;d never want to tell a person whose skin was purple that you&#8217;re angry at her for being late, just like you would want to pat a pink person on the back and tell him, &#8220;Congratulations!&#8221;<br />
Another reason it would be a good invention is that there are so many times when you know you&#8217;re feeling a lot of something, but you don&#8217;t know what the something is. <em>Am I frustrated? Am I actually just panicky?</em> And that confusion changes your mood, it becomes your mood, and you become a confused, gray person. But with the special water, you could look at your orange hand and think, <em>I&#8217;m happy! That whole time I was actually happy! What a relief!</em><br />
<small>(Jonathan Safran Foer &#8211; Extremely Loud &amp; Incredibly Close)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/selbstzurueckweisung/' rel='bookmark' title='Selbstzurückweisung'>Selbstzurückweisung</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/have-you-ever-been-in-love/' rel='bookmark' title='Have you ever been in love?'>Have you ever been in love?</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/love-it-is-that-wins-the-day/' rel='bookmark' title='Love it is that wins the day'>Love it is that wins the day</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/i-am-not-sad/' rel='bookmark' title='I am not sad'>I am not sad</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/tell-them-the-truth/' rel='bookmark' title='Tell them the truth'>Tell them the truth</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/confusion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was man so braucht</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/was-man-so-braucht/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/was-man-so-braucht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 10:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=1444</guid>
		<description><![CDATA[Trey Ratcliff Wünschst du dir nicht auch manchmal, du fändest eine Insel? Wenn du dich schlafen legst und das nicht kannst, wenn du durch Straßen einer Großstadt gehst, wenn du in fremde Augen blickst, dann tust du es vielleicht. Ein Ort, der nirgendwo verzeichnet ist, ein Platz fernab vom traurigen Gewühl, ein Unterschlupf, der dich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildquelle" style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1449" title="Anyone want to join me at the beach?" src="http://pala.mischamandl.de/wp-content/uploads/2011/01/3021011076_611a3780f9.jpg" alt="" width="500" height="385" />
<p><a class="cc" href="http://www.flickr.com/photos/stuckincustoms/3021011076/"><span>Trey Ratcliff</span></a></p>
</div>
<p>Wünschst du dir nicht auch manchmal, du fändest eine Insel? Wenn du dich schlafen legst und das nicht kannst, wenn du durch Straßen einer Großstadt gehst, wenn du in fremde Augen blickst, dann tust du es vielleicht. Ein Ort, der nirgendwo verzeichnet ist, ein Platz fernab vom traurigen Gewühl, ein Unterschlupf, der dich mit Kraft versorgt, mit Glück und Mut und Euphorie, ja ein Idyll, das nur für dich dein Eden ist. Suchst du das auch?<br />
In all dem Chaos dieser Welt, da fand ich eine Insel. Wenngleich sie keinen Goldschatz birgt, so übertrifft sie doch an Reichtum alles andere auf dieser Welt. Ein Eiland fand ich und erkor es mir zum Paradies. Nichts hat je so großen Wert gehabt wie dieses kleine Stückchen Land, wie dieser unscheinbare Fleck. Weder Königreiche, Staaten noch die größten Dynastien besaßen jemals so viel Einfluss, wie ihn diese Insel hat. Als eine Art Schiffbrüchiger bin ich durch puren Zufall hier gestrandet, doch für nichts auf dieser Erde ginge ich hier jemals wieder fort.<br />
Es wird nach mir gesucht werden, denn man wird mich retten wollen, fürchte ich, doch meine Rettung habe ich bereits gefunden, sie liegt hier und nirgends sonst. Man wird mich für verloren erklären und wahrscheinlich nie erfahren, wie falsch man damit doch in Wahrheit liegt, denn alles, was es sich zu finden lohnte, finde ich alleine hier. Rein kraft einer glücklichen Strömung setzte ich endlich einen Fuß auf diesen Strand. Was ich hier fand, das ist ein Eiland weit, allein im Meer, das ich zu meiner Heimat nahm, weil eine bessere die Welt mir niemals bieten kann. Was ich hier fand, bedeutet für mich alles, wofür es sich zu leben lohnt.<br />
Ist es Isolation, mich nun an diesen Ort zurückzuziehen? Vielleicht verschließe ich die Augen vor dem Rest der Welt, doch hier erst wuchsen mir die Augen, dank derer mir die Welt beachtenswert erscheint. Hier erst nehme ich die Farben wahr, in denen schillernd alles strahlt, während sich doch meine Umwelt vormals oft genug in Grau ertrank. Es ist keine Flucht, kein Eskapismus, wie manch Zyniker vielleicht behaupten mag, wenn ich mich auf dieser Insel nun häuslich einrichte, sondern gerade dessen Gegenteil, es ist die Kraft, der Welt mit offenen Augen entgegentreten zu können, sie auszuhalten, so wie sie ist. Die Welt kann einen nicht länger erschüttern, nicht mehr bedrängen, sie kann einen nie wieder aus der Bahn werfen, wenn man dieses Eiland erst einmal für sich gefunden hat, das allen Gewalten, allen irdischen Herausforderungen so standhaft trotzt.<br />
Keine Legenden und keine Erzählungen vermögen die Einzigartigkeit dieses wunderbaren Ortes angemessen zu beschreiben, denn er ist undenk- und nicht mal vorstellbar, solange man nicht selbst sein Leben hier verbringt. All jene Belanglosigkeiten, die sich ein Mensch im Laufe seines Lebens wünscht, verlieren vollends an Bedeutung, wenn man die Schönheit und die Wunder dieser Insel einmal kennt, wenn man Fuß auf sie gesetzt, sie bloß einmal betreten hat. Es gibt hier alles, was ein Mensch zum Überleben braucht, zum Leben gar, nicht bloß zum Existieren.<br />
Was ich hier fand, ist eine Insel jenseits aller Schifffahrtsrouten. Ein Stück der Welt, das keine Karte offenbart, weil sich das Land hier nicht vermessen lässt. Ein Platz, der keine Grenzen kennt, der keine Mauern hat und keine Gräben zieht, der blinde Ortskenntnis verlangt und an zwei Tagen nie der gleiche ist, ein Land so weit von aller Zivilisation. Keine Armeen, keine Legionen, keine Heerscharen dieser Welt, wie groß und mächtig sie auch sein mögen, werden sich im Stande sehen, auf dieser Insel jemals einzufallen und damit alles zu zerstören. Sie haben es versucht und sie sind jedes Mal gescheitert. Während die größten Reiche untergehen, hat dieses Eiland hier bestand. Auf dieser Insel lebt, was allseits sonst bereits im Sterben liegt. Hier wächst, was auf dem Rest der Welt verdorrt.<br />
Vielleicht ist dieser Ort ja voll Magie, denn alle Kräfte scheinen hier viel mehr als bloß sie selbst zu sein. Entgegen einer kalten Welt, die mehr und mehr in Argwohn zu versinken droht, ist dieses Eiland hier ein Ort der Wärme und des völligen Vertrauens. Immer und immer wieder gelingt es den Eigenarten dieser Insel, mir ein herzliches Lächeln ins Gesicht zu zeichnen, und noch in den dunkelsten Stunden der Trauer finde ich hier etwas, finde ich hier einen Ausgleich, der mich die ganze Welt umarmen, der sie liebenswert erscheinen lässt. Alles, was es wert ist, gewusst zu werden, habe ich hier gelernt und lerne ich hier noch heute. Es gibt Dinge, die so wundervoll beschaffen sind, dass man gar nicht mehr bemerkt, wie man immer älter wird und eines Tages sterben muss, die sogar so unerhört bezaubernd sind, dass man das Älterwerden und auch das Sterben als etwas Gutes betrachtet, als Vollendung seines Lebens, weil man rundum glücklich ist. Diese Insel ist eines jener Dinge.<br />
Nichts auf dieser Welt ist es wert, hier jemals wieder fortzugehen, weil keiner, der sie je betrat, vergessen kann, was diese Insel einem offeriert. Was ich bisher mein Leben nannte, dieses Dasein, diese bloße Existenz, wurde erst zu einem Leben, als ich diesen Platz hier fand. Wie lebt man ohne einen solchen Ort? Doch wo er liegt, fragst du dich vielleicht. Mein Eiland, das bist du.</p>
<p style="text-align: center;">Man braucht nur eine Insel<br />
allein im weiten Meer.<br />
Man braucht nur einen Menschen,<br />
den aber braucht man sehr.<br />
(Mascha Kaléko)</p>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/der-menschliche-makel/' rel='bookmark' title='Der menschliche Makel'>Der menschliche Makel</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/anthemoessa/' rel='bookmark' title='Anthemoessa'>Anthemoessa</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/ethnozentrismus/' rel='bookmark' title='Ethnozentrismus'>Ethnozentrismus</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/manch-ungesuehnter-mord/' rel='bookmark' title='Manch ungesühnter Mord'>Manch ungesühnter Mord</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/das-grosse-glueck/' rel='bookmark' title='Das große Glück'>Das große Glück</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/was-man-so-braucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Selbstannahme</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/selbstannahme/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/selbstannahme/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 11:10:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Max Frisch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Resignation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstannahme]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=683</guid>
		<description><![CDATA[Viele erkennen sich selbst, nur wenige kommen dazu, sich auch selbst anzunehmen. Wieviel Selbsterkenntnis erschöpft sich darin, den andern mit einer noch etwas präziseren und genaueren Beschreibung unserer Schwächen zuvorzukommen, also in Koketterie! Aber auch die echte Selbsterkenntnis, die eher stumm bleibt und sich wesentlich nur im Verhalten ausdrückt, genügt noch nicht, sie ist ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Viele erkennen sich selbst, nur wenige kommen dazu, sich auch selbst anzunehmen. Wieviel Selbsterkenntnis erschöpft sich darin, den andern mit einer noch etwas präziseren und genaueren Beschreibung unserer Schwächen zuvorzukommen, also in Koketterie! Aber auch die echte Selbsterkenntnis, die eher stumm bleibt und sich wesentlich nur im Verhalten ausdrückt, genügt noch nicht, sie ist ein erster, zwar unerläßlicher und mühsamer, aber keineswegs hinreichender Schritt. Selbsterkenntnis als lebenslängliche Melancholie, als geistreicher Umgang mit unserer früheren Resignation ist sehr häufig, und Menschen dieser Art sind für uns zuweilen die nettesten Tischgenossen; aber was ist es für sie? Sie sind aus einer falschen Rolle ausgetreten, und das ist schon etwas, gewiß, aber es führt sie noch nicht ins Leben zurück&#8230; Daß die Selbstannahme mit dem Alter von selber komme, ist nicht wahr. Dem Älteren erscheinen die früheren Ziele zwar fragwürdiger, das Lächeln über unseren jugendlichen Ehrgeiz wird leichter, billiger, schmerzloser; doch ist damit noch keinerlei Selbstannahme geleistet. In gewisser Hinsicht wird es mit dem Alter sogar schwieriger. Immer mehr Leute, zu denen wir in Bewunderung emporschauen, sind jünger als wir, unsere Frist wird kürzer und kürzer, eine Resignation immer leichter in Anbetracht einer doch ehrenvollen Karriere, noch leichter für jene, die überhaupt keine Karriere machten und sich mit der Arglist der Umwelt trösten, sich abfinden können als verkannte Genies&#8230; Es braucht die höchste Lebenskraft, um sich selbst anzunehmen&#8230; In der Forderung, man solle seinen Nächsten lieben wie sich selbst, ist es als Selbstverständlichkeit enthalten, daß einer sich selbst liebe, sich selbst annimmt, so wie er (&#8230;) ist. Allein auch mit der Selbstannahme ist es noch nicht getan! Solange ich die Umwelt überzeugen will, daß ich niemand anders als ich selbst bin, habe ich notwendigerweise Angst vor Mißdeutung, bleibe ihr Gefangener kraft dieser Angst&#8230;<br />
<small>(Max Frisch &#8211; Stiller)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/die-kraft-der-einbildung/' rel='bookmark' title='Die Kraft der Einbildung'>Die Kraft der Einbildung</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/bewusstsein-und-gefuehlsleben/' rel='bookmark' title='Bewusstsein und Gefühlsleben'>Bewusstsein und Gefühlsleben</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/man-folgt-nur-befehlen/' rel='bookmark' title='Man folgt nur Befehlen'>Man folgt nur Befehlen</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/kommunikation-mit-dem-unaussprechlichen/' rel='bookmark' title='Kommunikation mit dem Unaussprechlichen'>Kommunikation mit dem Unaussprechlichen</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/orientierung/' rel='bookmark' title='Orientierung'>Orientierung</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/selbstannahme/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Orientierung</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/orientierung/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/orientierung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 13:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Henry David Thoreau]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=312</guid>
		<description><![CDATA[Es ist eine ebenso überraschende und merkwürdige wie wertvolle Erfahrung, sich im Walde zu irgendeiner Zeit zu verirren. Oft kommt man in einem Schneesturm selbst bei Tage auf eine wohlbekannte Straße und ist nicht imstande zu sagen, in welcher Richtung das Dorf liegt. Obgleich man tausendmal hier gegangen ist, kann man nichts Bekanntes daran erkennen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es ist eine ebenso überraschende und merkwürdige wie wertvolle Erfahrung, sich im Walde zu irgendeiner Zeit zu verirren. Oft kommt man in einem Schneesturm selbst bei Tage auf eine wohlbekannte Straße und ist nicht imstande zu sagen, in welcher Richtung das Dorf liegt. Obgleich man tausendmal hier gegangen ist, kann man nichts Bekanntes daran erkennen, und die Straße ist einem so fremd, als ob sie in Sibirien wäre. Bei Nacht ist die Verwirrung natürlich unendlich größer. Auf unsern alltäglichen Gängen steuern wir beständig, wenn auch unbewußt, gleich Lotsen mit Hilfe von wohlbekannten Leuchtfeuern und Vorgebirgen. Gehen wir über unsern gewöhnlichen Kurs hinaus, so haben wir immer noch die Lage irgendeines benachbarten Kaps im Sinn. Erst bis wir uns ganz verirrt oder umgedreht haben &#8211; denn der Mensch braucht nur einmal in dieser Welt mit geschlossenen Augen herumgedreht zu werden, um verirrt zu sein -, lernen wir die Weite und Fremdartigkeit der Natur schätzen. Jedesmal wenn der Mensch aus dem Schlaf oder aus der Versunkenheit erwacht, muß er die Himmelsrichtungen von neuem kennenlernen. Nicht eher, als bis wir verloren sind &#8211; mit andern Worten: bis wir die Welt verloren haben -, fangen wir an, uns selbst zu finden und gewahr zu werden, wo wir sind und wie endlos ausgedehnt unsere Verbindungen sind.<br />
<small>(Henry David Thoreau &#8211; Walden)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/der-irreparable-mensch/' rel='bookmark' title='Der irreparable Mensch'>Der irreparable Mensch</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/mehr-desselben/' rel='bookmark' title='Mehr desselben'>Mehr desselben</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/das-ende-der-liebe/' rel='bookmark' title='Das Ende der Liebe'>Das Ende der Liebe</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/die-kraft-der-einbildung/' rel='bookmark' title='Die Kraft der Einbildung'>Die Kraft der Einbildung</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/rom-steht-in-flammen/' rel='bookmark' title='Rom steht in Flammen'>Rom steht in Flammen</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/orientierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wer man sein kann</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/wer-man-sein-kann/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/wer-man-sein-kann/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 10:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=249</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe mir einige Gedanken gemacht letzte Nacht, wagte einen langen, kritischen Blick in den Spiegel, und nachdem ich gewisse Dinge betrachtete, kam ich zu der Erkenntnis, dass ein großer Teil meines Lebens von Angst getrieben ist. Ich schlafe mich durch fremde Betten, weil ich Angst habe, von niemandem geliebt zu werden. Ich laufe davon, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich habe mir einige Gedanken gemacht letzte Nacht, wagte einen langen, kritischen Blick in den Spiegel, und nachdem ich gewisse Dinge betrachtete, kam ich zu der Erkenntnis, dass ein großer Teil meines Lebens von Angst getrieben ist. Ich schlafe mich durch fremde Betten, weil ich Angst habe, von niemandem geliebt zu werden. Ich laufe davon, weil ich Angst davor habe, den Konsequenzen meiner Handlungen in die Augen zu blicken und den Menschen, die ich verletzt habe. Ich verschließe mich emotional, weil ich Angst davor habe, selbst verletzt zu werden. Ich gebe Dinge auf, die ich liebe, weil ich Angst habe zu versagen. (&#8230;) Es ist Zeit für eine Veränderung. Ein Leben in Angst ist töricht, besonders wenn diese Ängste allesamt imaginär sind (&#8230;), und es hat mir bisher bei nichts geholfen. Ich werde nie geliebt werden, wenn ich weiterhin Angst davor haben werde, nie geliebt zu werden. Ich werde nie aufhören, andere Menschen zu verletzen, wenn ich nicht fähig bin, mich den Schmerzen zu stellen, die ich verursache, und etwas zu unternehmen, um das zu ändern. Ich werde nie mit etwas Erfolg haben, wenn ich es abbreche aus Angst zu scheitern. Und ich werde nie ich selbst sein können, wenn ich nicht aufhöre, Angst vor dem zu haben, was ich bin oder was ich sein kann.<br />
<small>(<a href="http://becomingjennie.wordpress.com/2009/09/18/stop-looking-in-the-mirror/">Jennie</a> in eigener, freier Übersetzung)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wo-war-die-liebe/' rel='bookmark' title='Wo war die Liebe?'>Wo war die Liebe?</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/denken-und-fuehlen/' rel='bookmark' title='Denken und Fühlen'>Denken und Fühlen</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/vergaenglichkeit/' rel='bookmark' title='Vergänglichkeit'>Vergänglichkeit</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wo-du-schwaeche-zeigen-darfst/' rel='bookmark' title='Wo du Schwäche zeigen darfst'>Wo du Schwäche zeigen darfst</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/dunkle-empathie/' rel='bookmark' title='Dunkle Empathie'>Dunkle Empathie</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/wer-man-sein-kann/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Da kann man nichts tun</title>
		<link>http://pala.mischamandl.de/da-kann-man-nichts-tun/</link>
		<comments>http://pala.mischamandl.de/da-kann-man-nichts-tun/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 09:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Fatalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Watzlawick]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Unglück]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pala.mischamandl.de/?p=2100</guid>
		<description><![CDATA[In einem seiner Filme, The Fatal Glass of Beer, zeigt ein Altmeister der amerikanischen Filmkomik, W. C. Fields, den erschröcklichen, unaufhaltsamen Niedergang eines jungen Mannes, der der Versuchung nicht widerstehen kann, sein erstes Glas Bier zu trinken. Der warnend erhobene (wenn auch vor unterdrücktem Lachen leicht zitternde) Zeigefinger ist nicht zu übersehen: Die Tat ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In einem seiner Filme, <em>The Fatal Glass of Beer</em>, zeigt ein Altmeister der amerikanischen Filmkomik, W. C. Fields, den erschröcklichen, unaufhaltsamen Niedergang eines jungen Mannes, der der Versuchung nicht widerstehen kann, sein erstes Glas Bier zu trinken. Der warnend erhobene (wenn auch vor unterdrücktem Lachen leicht zitternde) Zeigefinger ist nicht zu übersehen: Die Tat ist kurz, die Reue lang. Und wie lang! (Man denke nur an eine andere biblische Urmutter: Eva, und das bißchen Apfel&#8230;)<br />
Diese Fatalität hat ihre unleugbaren Vorteile, die bisher schamhaft verschwiegen wurden, in unserem aufgeklärten Zeitalter aber nicht länger verheimlicht werden dürfen: Reue hin, Reue her &#8211; für unser Thema ist es viel wichtiger, daß die nie wieder gutzumachenden Folgen des ersten Glases Bier alle weiteren Gläser wenn schon nicht entschuldigen, so doch zwingend begründen. Anders ausgedrückt: schön &#8211; man steht schuldbeladen da, man hätte es <em>damals</em> besser wissen sollen, aber <em>jetzt</em> ist es zu spät. Damals sündigte man, jetzt ist man das Opfer des eigenen Fehltritts. Ideal ist diese Form der Unglücklichkeitskonstruktion freilich nicht, nur passabel.<br />
Suchen wir daher nach Verfeinerungen. Was, wenn wir am ursprünglichen Ereignis unbeteiligt sind? Wenn uns niemand der Mithilfe beschuldigen kann? Kein Zweifel, dann sind wir reine Opfer, und es soll nur jemand versuchen, an unserem Opfer-Status zu rütteln oder gar zu erwarten, daß wir etwas dagegen unternehmen. Was uns Gott, Welt, Schicksal, Natur, Chromosome und Hormone, Gesellschaft, Eltern, Verwandte, Polizei, Lehrer, Ärzte, Chefs oder besonders Freunde antaten, wiegt so schwer, daß die bloße Insinuation, vielleicht etwas dagegen tun zu können, schon eine Beleidigung ist. Außerdem ist sie unwissenschaftlich.<br />
<small>(Paul Watzlawick &#8211; Anleitung zum Unglücklichsein)</small></p></blockquote>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/problembewusstsein/' rel='bookmark' title='Problembewusstsein'>Problembewusstsein</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/wer-man-sein-kann/' rel='bookmark' title='Wer man sein kann'>Wer man sein kann</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/nichts-mehr-wie-zuvor/' rel='bookmark' title='Nichts mehr wie zuvor'>Nichts mehr wie zuvor</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/deutungshoheit/' rel='bookmark' title='Deutungshoheit'>Deutungshoheit</a></li>
<li><a href='http://pala.mischamandl.de/vergaenglichkeit/' rel='bookmark' title='Vergänglichkeit'>Vergänglichkeit</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pala.mischamandl.de/da-kann-man-nichts-tun/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

