Gedan­ken & Soziologie

Die Sozio­lo­gie wäre nicht eine Stun­de Mühe wert, wenn sie ein für Exper­ten reser­vier­tes Wis­sen von Exper­ten wäre. (Pierre Bourdieu)

Neu­es­te Einträge

Was ist bloß mit mir los?

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»Mei­ne Wohl­tä­te­rin Rachel Soko­low«, begann Isma­el, »zähl­te im Col­lege einen jun­gen Mann namens Jef­frey zu ihren Freun­den, des­sen Vater ein rei­cher Chir­urg war. Jef­frey wur­de im Leben vie­ler Men­schen damals und auch spä­ter zu einer…
Eine Hand hält einen positiven Covid-Schnelltest. Im Hintergrund liegt die Packung des Tests.Meda­kit Ltd via Unsplash

Covid gibt es nicht – war­um alle immer nur erkäl­tet sind

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Mei­nen Eltern war es seit Pan­de­mie­be­ginn gelun­gen, sich von Coro­na fern­zu­hal­ten, denn sie waren sehr vor­sich­tig. Sie tru­gen Mas­ken, sie tes­te­ten sich regel­mä­ßig, sie mie­den grö­ße­re Ver­an­stal­tun­gen und schaff­ten es auf die­se Art, sich kein…

Wohin mit den gan­zen Wörtern?

Fragst Du Dich auch manch­mal, was mit den gan­zen Wör­tern pas­siert, die Du im Lau­fe des Tages nicht gespro­chen oder geschrie­ben hast? Ich stel­le mir ger­ne vor, dass ich für man­ches ein täg­li­ches oder wöchent­li­ches Kon­tin­gent habe, z.B. für…

Sozia­le Medi­en als Eindringling

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Vor etwas mehr als acht Mona­ten fand ich dank Twit­ter die tolls­te Frau der Welt. Alles begann mit zwei belang­lo­sen Tweets, auf die der jeweils ande­re reagier­te. Aus Rep­lys wur­den bald Direkt­nach­rich­ten und schließ­lich der Gedan­ke an ein Tref­fen.…

Die Maschi­ne­rie des Staates

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Die moder­ne Geschich­te hat, den­ke ich, hin­rei­chend bewie­sen, dass jeder Mensch, oder fast jeder, unter gewis­sen Vor­aus­set­zun­gen das tut, was man ihm sagt; und, ver­zeiht mir, die Wahr­schein­lich­keit ist gering, dass ihr die Aus­nah­me seid – so…

Schu­le – eine kri­ti­sche Funktionsbetrachtung

Ange­sichts der ernüch­tern­den Ergeb­nis­se der unter den gege­be­nen gesell­schaft­li­chen Umstän­den durch­ge­führ­ten Bemü­hun­gen, die sozia­len Chan­cen­un­gleich­hei­ten im Bil­dungs­sys­tem abzu­bau­en, ist der Fra­ge nach­zu­ge­hen, wel­che Funk­ti­on das Schul­sys­tem…

Bil­dungs­ent­schei­dun­gen als Habitus-Handlungen

„In der Regel feh­len denen, die über Bil­dungs­ka­pi­tal in nen­nens­wer­tem Umfang nicht ver­fü­gen, die ›rich­ti­gen‹ Infor­ma­tio­nen für eine in die höchs­ten Posi­tio­nen füh­ren­de Bil­dungs­in­ves­ti­ti­on, es fehlt ihnen die Ver­traut­heit mit den Struk­tu­ren…

Bil­dung bekämpft Armut?

„Kin­der aus sozi­al benach­tei­lig­ten Fami­li­en gehö­ren zwar zu den größ­ten Bildungsverlierer(inne)n, ihre Armut basiert jedoch sel­ten auf fal­schen oder feh­len­den Schul­ab­schlüs­sen, denn die Letz­te­ren sind höchs­tens Aus­lö­ser und Ver­stär­ker,…
Das Bild besteht aus zwei Panels, die nebeneinander stehen. In beiden Szenen versuchen drei Personen unterschiedlicher Körpergröße, über einen Holzzaun ein Baseballspiel zu verfolgen. Linkes Panel "Equality" (Gleichheit): Die Situation: Jede der drei Personen steht auf genau einer Holzkiste. Die große Person steht weit über dem Zaun und hat eine perfekte Sicht. Die mittelgroße Person kann gerade so über den Zaun schauen. Die kleine Person starrt direkt gegen die Bretter des Zauns und kann nichts vom Spiel sehen. Rechtes Panel "Equity" (Gerechtigkeit ): Die Kisten wurden basierend auf dem individuellen Bedarf verteilt. Die große Person benötigt keine Hilfe und steht nun ohne Kiste auf dem Boden (sie kann immer noch alles sehen). Die mittelgroße Person steht weiterhin auf einer Kiste. Die kleine Person hat nun zwei Kisten übereinander gestapelt bekommen. Alle drei Personen befinden sich nun auf der gleichen Augenhöhe über der Oberkante des Zauns. Jeder kann das Spiel gleichermaßen genießen.Inter­ac­tion Insti­tu­te for Social Chan­ge | Artist: Angus Maguire

Das Mär­chen von der Leistungsgesellschaft

Leis­tungs­ge­sell­schaft oder Meri­to­kra­tie bedeu­tet sinn­ge­mäß eine „Herr­schafts­ord­nung nach Maß­ga­be von Bega­bung und Leis­tungs­fä­hig­keit des Ein­zel­nen“ (Becker & Hadjar, 2011, S. 39), wonach sozia­le Unter­schie­de nicht per se als unge­recht…

Bil­dung – mehr als nur Schulbildung

Wäh­rend Bil­dung „im tra­di­tio­nel­len Sin­ne (…) als die erar­bei­ten­de und aneig­nen­de Aus­ein­an­der­set­zung mit der Welt schlecht­hin und Inbe­griff der Selbst­ver­wirk­li­chung des Mensch­li­chen im Men­schen“ (Büch­ner, 2003, S. 7) ver­stan­den wird,…

Öko­no­mi­sches, kul­tu­rel­les und sozia­les Kapital

Im Kon­text des Habi­tus­kon­zepts und der Bour­dieu­schen Milieu­for­schung ist von öko­no­mi­schem, kul­tu­rel­lem sowie sozia­lem Kapi­tal die Rede. Um die­se ver­schie­de­nen For­men des Kapi­tals, die bei Bour­dieu zur Spra­che kom­men, zu betrach­ten, ist es zunächst…

Habi­tus, Her­kunft und Bildungserfolg

(Re-)Produktion und Legi­ti­ma­ti­on sozia­ler Ungleich­heit durch das Bil­dungs­sys­tem Obwohl es sich bei Bil­dungs­un­gleich­heit um eines der kon­ti­nu­ier­lich behan­del­ten The­men der sozio­lo­gi­schen For­schung han­delt, fris­te­te es im öffent­li­chen Bewusst­sein…

Die kom­men­den Tage (2)

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Vor etwas mehr als einem hal­ben Jahr habe ich im Bei­trag »Die kom­men­den Tage« die sozia­len Fol­gen der anhal­ten­den Kri­se sowie die auf­kei­men­den Pro­tes­te der Occu­py- als auch ande­rer Bewe­gun­gen skiz­ziert und ver­sucht, deren wei­te­re Ent­wick­lung…

Kri­tik macht einsam

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Kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Sys­tem und sei­ner Pro­pa­gan­da macht ein­sam. Denn in aller Regel zieht ja das sozia­le Umfeld (Kol­le­gen, Fami­lie, Freun­de, Part­ner etc.) nicht mit, wenn einer anfängt, herr­schen­de Ideo­lo­gien in Fra­ge zu stel­len.…

Die kom­men­den Tage

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Wir leben in tur­bu­len­ten Zei­ten. Der Kapi­ta­lis­mus, wie wir ihn heu­te ken­nen, fin­det sein Ende – auf die eine oder auf die ande­re Art. Anstatt die Kri­se aber als Bedro­hung und das Schei­tern des Kapi­ta­lis­mus als Unter­gang der Welt wahr­zu­neh­men,…

Was die Leh­rer für Leis­tung halten

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Die Zeit bis zum Schul­jah­res-Ende ver­geht. Ich bil­de mir ein, ich leis­te in die­ser Zeit etwas. Aber mit Leis­tung kann einer dies und der ande­re das mei­nen. Ich bin der Mei­nung, ich leis­te etwas, was die Leh­rer für Leis­tung hal­ten. Für mei­nen…

Sym­bo­li­sche Gewalt (2)

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Die [gesell­schaft­lich] glei­cher­ma­ßen erfahr­ba­ren For­men struk­tu­rel­ler und sym­bo­li­scher Gewalt wer­den für die Deklas­sier­ten und Dequa­li­fi­zier­ten umso leid­vol­ler und ent­waff­nen­der, als sie unter den Vor­zei­chen und Ver­hei­ßun­gen einer an indi­vi­du­el­ler…

Arbeit ver­höhnt Freiheit

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Arbeit ver­höhnt die Frei­heit. Offi­zi­ell kön­nen wir uns glück­lich schät­zen, von Rechts­staat und Demo­kra­tie umge­ben zu sein. Ande­re arme Unglück­li­che, die nicht so frei sind wie wir, müs­sen in Poli­zei­staa­ten leben. Die­se Opfer fol­gen Befeh­len,…

Mehr des­sel­ben

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Unter einer Stra­ßen­la­ter­ne steht ein Betrun­ke­ner und sucht und sucht. Ein Poli­zist kommt daher, fragt ihn, was er ver­lo­ren habe, und der Mann ant­wor­tet: »Mei­nen Schlüs­sel«. Nun suchen bei­de. Schließ­lich will der Poli­zist wis­sen, ob der…

Sozia­ler Raum und sozia­le Felder

Zen­tral für das Kon­zept des sozia­len Raums und der sozia­len Fel­der ist das Begrei­fen der sozia­len Wirk­lich­keit als einer rela­tio­na­len. Jeder Akteur inner­halb der sozia­len Wirk­lich­keit fin­det sich an einem Punkt die­ses sozia­len Rau­mes wie­der,…

Habi­tus – Ent­ste­hung und Abgren­zung zum Kon­zept der sozia­len Rolle

Der Begriff des Habi­tus selbst ist bereits weit­aus älter als Bour­dieus Aus­ar­bei­tung des hier im Fokus ste­hen­den Kon­zepts. Ein kon­kre­ter Zeit­punkt der Ent­ste­hung des Bour­dieu­schen Habi­tus-Kon­zepts ist aller­dings nicht benenn­bar, führt er den…

Habi­tus und Komplizenschaft

„Als Ver­mitt­lungs­glied zwi­schen der Posi­ti­on oder Stel­lung inner­halb des sozia­len Rau­mes und spe­zi­fi­schen Prak­ti­ken, Vor­lie­ben, usw. fun­giert das, was ich »Habi­tus« nen­ne, das ist eine all­ge­mei­ne Grund­hal­tung, eine Dis­po­si­ti­on gegen­über…

Legi­ti­mier­ter Schwindel

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Die sym­bo­li­sche Macht ist eine Macht, die in dem Maße exis­tiert, wie es ihr gelingt, sich aner­ken­nen zu las­sen, sich Aner­ken­nung zu ver­schaf­fen; d.h. eine (öko­no­mi­sche, poli­ti­sche, kul­tu­rel­le oder ande­re) Macht, die die Macht hat, sich in…

Nor­ma­li­tät

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Noch die inhu­mans­ten Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen kön­nen als sinn­haft und attrak­tiv erlebt wer­den durch das still­schwei­gen­de Ein­ver­ständ­nis von Men­schen, die durch inhu­ma­ne Exis­tenz­be­din­gun­gen dar­auf vor­be­rei­tet wor­den sind, sie zu akzep­tie­ren. (Mar­ga­re­te…

Schu­le als Ideologie

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Betrach­tet man die Ent­wick­lungs­dy­na­mik von Bil­dungs­sys­te­men, dann drängt sich die Ver­mu­tung auf, dass die Schu­le selbst sozi­al selek­tiv auf die Sozia­li­sa­ti­ons­prak­ti­ken ein­wirkt und sys­te­ma­tisch die Prak­ti­ken bestimm­ter Bevöl­ke­rungs­grup­pen…

Sym­bo­li­sche Gewalt

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Das sym­bo­li­sche Kapi­tal besteht aus einem belie­bi­gen Merk­mal, Kör­per­kraft, Reich­tum, Kampf­erprobt­heit, das wie eine ech­te magi­sche Kraft sym­bo­li­sche Wir­kung ent­fal­tet, sobald es von sozia­len Akteu­ren wahr­ge­nom­men wird, die über die zum Wahr­neh­men,…

Was ist Klassenkampf?

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Wenn vom Klas­sen­kampf die Rede ist, denkt man nie­mals an sei­ne ganz all­täg­li­chen For­men, an die rück­sichts­lo­se gegen­sei­ti­ge Ver­ächt­lich­ma­chung, an die Arro­ganz, an die erdrü­cken­den Prah­le­rei­en mit dem »Erfolg« der Kin­der, mit den Feri­en,…

Ent­hül­len und demaskieren

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Die Wahr­schein­lich­keit einer Hand­lung oder eines Phä­no­mens zu ken­nen, kann auch hei­ßen, die Chan­cen jener Aktio­nen zu ver­grö­ßern, die dar­auf abzie­len, die Rea­li­sie­rung eben die­ses Phä­no­mens zu ver­hin­dern. Aber das ist nicht alles. Vie­le…

Distink­ti­on

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Was »Distink­ti­on« ist, was »Unter­schied« ist, läßt sich, so mei­ne Ansicht, immer nur rela­tiv sagen, in Bezie­hung zu ande­rem. Im Grun­de heißt »distin­gu­iert« sein: »nicht popu­lär« sein – und sonst nichts. Per Defi­ni­ti­on sind die unte­ren…

Poli­ti­scher Aktivismus

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Der poli­ti­sche Akti­vist soll­te nicht jemand sein, der Pla­ka­te klebt oder vor­ge­form­te Paro­len ver­brei­tet. Es soll­te jemand sein, der sei­ne Spra­che spricht, um etwas zu sagen, und der dies dann auch sagt. Der sich aus­drückt und der sich dafür…

Pro­blem­be­wusst­sein

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Mit Mes­sern kann man sich ver­let­zen, daher soll man sie ver­mei­den; Tür­klin­ken sind tat­säch­lich mit Bak­te­ri­en bedeckt. Wer weiß, ob man mit­ten im Sym­pho­nie­kon­zert nicht doch plötz­lich auf die Toi­let­te muß, oder ob man das Schloß beim Nach­prü­fen…

Effi­zi­en­te Herrschaft

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In den Gesell­schaf­ten, die kei­nen »self-regu­la­ting mar­ket« (Karl Pol­anyi), kein Unter­richts­sys­tem und kei­nen juris­ti­schen oder staat­li­chen Appa­rat auf­wei­sen, kön­nen sich die Herr­schafts­be­zie­hun­gen, da sie nicht den objek­ti­ven Struk­tu­ren selbst…

War­um Frei­zeit nicht Frei­heit ist

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Das Gegen­teil von Arbeit ist nicht bloß Faul­heit. (…) So sehr ich das Ver­gnü­gen der Träg­heit schät­ze, ist sie doch wohl am loh­nends­ten, wenn sie ande­ren Genuß und Zeit­ver­treib unter­bricht. Genau­so­we­nig wer­be ich für das gelenk­te und…

Umfra­gen und Demokratie

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Vie­le Intel­lek­tu­el­le tun so, als wür­den sie glau­ben, oder glau­ben wirk­lich, daß ich gegen die Demo­kra­tie Posi­ti­on bezie­he, wenn ich sage, die öffent­li­che Mei­nung exis­tiert nicht, die Umfra­gen sind gefähr­lich. Weil, sagen sie, die Umfra­gen…

An die Lieblosen

Ihr seid die lieb­lo­ses­ten Men­schen, die ich ken­ne. Ihr schaut euch Sen­dun­gen an, in denen Ande­re, die in ihrem Leben noch nie eine ernst­haf­te Part­ner­schaft erlebt haben, ein­mal von der Lie­be spre­chen, von dem, was das nun für sie ist, und ihr,…

Den Tisch umwerfen

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Der [sozia­le] Raum, das sind hier die Spiel­re­geln, denen sich jeder Spie­ler beu­gen muß. Vor sich haben die Spie­ler ver­schie­den­far­bi­ge Chips auf­ge­sta­pelt, Aus­beu­te der vor­an­ge­gan­ge­nen Run­den. Die unter­schied­lich gefärb­ten Chips stel­len unter­schied­li­che…

Eth­no­zen­tris­mus

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Den Kar­ren von mei­ner Hand in die sei­ne wech­selnd, erzähl­te er mir eine lus­ti­ge Geschich­te über den ers­ten Schub­kar­ren, den er je gese­hen. Das war in Sag Har­bor. Die Eig­ner des Schif­fes, so scheint es, hat­ten ihm einen gelie­hen, um sei­ne schwe­re…

Weni­ger ist mehr

Sel­ten unter­neh­me ich etwas mit mehr als drei Men­schen auf ein­mal. Viel­leicht mag das unso­zi­al erschei­nen, doch für mich ist es genau das Gegen­teil. Ich mei­de Mas­sen­ver­an­stal­tun­gen und blei­be Tref­fen fern, wenn abseh­bar ist, dass am Ende mehr…

Beschleu­nig­tes Leben

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Im Bewusst­sein der Zeit­lich­keit setzt sich der Knacks durch. Auch wo er nicht iden­ti­fi­ziert wird, bricht er sich Bahn in den zuwi­der­lau­fen­den Kräf­ten, etwa im Ver­such, sei­ner Arbeit mit einer Beschleu­ni­gung des Lebens­ge­fühls zu begeg­nen. Mach…

In der Wahr­heit leben

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Was heißt das, »in der Wahr­heit leben«? Eine nega­ti­ve Defi­ni­ti­on ist ein­fach: es heißt, nicht zu lügen, sich nicht zu ver­ste­cken, nichts zu ver­heim­li­chen. Seit Franz Sabi­na kennt, lebt er in der Lüge. Er erzählt sei­ner Frau von einem…

Wenn jeder täte, was er für wich­tig hielte

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Wo immer näm­lich die­se Gesell­schaft nicht funk­tio­niert, wo immer sie ver­sagt, wird ihr Ver­sa­gen an den Ärms­ten offen­bar. Jede Ver­än­de­rung im sozia­len Raum, jede Ver­schär­fung des Wett­be­werbs, jede Zunah­me an Gewalt im öffent­li­chen Leben,…

Wenn die Din­ge ihre Besit­zer besitzen

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Die ursprüng­li­che Bezie­hung zu der sozia­len Welt, durch die und für die man geschaf­fen ist, ist ein Besitz­ver­hält­nis, das den Besitz des Besit­zers durch sei­ne Besitz­tü­mer impli­ziert. Wenn das Erbe sich den Erben ange­eig­net hat, wie Marx…

Kampf der Kultur

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In jeder Hin­sicht ist Kul­tur Ergeb­nis eines Kamp­fes. Das ver­steht sich von selbst, weil mit der Idee der Kul­tur auch immer die mensch­li­che Wür­de auf dem Spiel steht. Das bedeu­tet, daß in einer Klas­sen­ge­sell­schaft die­je­ni­gen, die von der Kul­tur…

Deu­tungs­ho­heit

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Der ande­re Trick besteht dar­in, dem Part­ner eben­so hef­ti­ge wie nebel­haf­te Vor­wür­fe zu machen. Wenn er dann wis­sen will, was Sie eigent­lich mei­nen, kön­nen Sie die Fal­le mit dem zusätz­li­chen Hin­weis her­me­tisch schlie­ßen: »Wenn du nicht der…

Poli­tik und Medienmacht

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Der Jour­na­lis­mus ist tat­säch­lich einer der Orte, an dem die poli­ti­sche Magie ent­steht und bestä­tigt wird. Damit Magie ent­steht (…), braucht es eine Men­ge sozia­ler Vor­aus­set­zun­gen: Zau­be­rer, Assis­ten­ten, Publi­kum usf. Und auch die Welt der…

Dunk­le Empathie

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»Aoki war ein sehr guter Schü­ler, er hat­te fast immer die bes­te Note. Ich ging auf eine pri­va­te Jun­gen­schu­le, und Aoki war ziem­lich beliebt. Die Klas­se schätz­te ihn, und er war der Lieb­ling der Leh­rer. Aber ich konn­te sei­ne prag­ma­ti­sche…

Zwi­schen­mensch­li­che Effizienz

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In all den Dis­kus­sio­nen um die Vor- und Nach­tei­le sowie die rea­len oder nur pro­ji­zier­ten Gefah­ren sozia­ler Inter­net-Diens­te ver­mis­se ich bis­lang einen Aspekt, den ich für sehr zen­tral und für mit weit­rei­chen­den Fol­gen ver­bun­den hal­te: Effi­zi­enz. Ver­steht…

Regiert sein heißt…

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Regiert sein, das heißt unter poli­zei­li­cher Über­wa­chung ste­hen, inspi­ziert, spio­niert, diri­giert, mit Geset­zen über­schüt­tet, regle­men­tiert, ein­ge­pfercht, belehrt, bepre­digt, kon­trol­liert, ein­ge­schätzt, abge­schätzt, zen­siert, kom­man­diert…

Indi­vi­dua­li­sier­te Schuld

Ein Over­kill an Infor­ma­tio­nen, das Errei­chen des eige­nen Auf­nahm­eli­mits, Über­for­de­rung am Arbeits­platz, das Ver­zwei­feln an gesell­schaft­li­chen Zumu­tun­gen, phy­si­sche Beschwer­den – all das spielt kei­ne Rol­le, denn man hat sich an den Trott gewöhnt.…

Die Abschaf­fung der Arbeit

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Nie­mand soll­te jemals arbei­ten. Arbeit ist die Ursa­che nahe­zu allen Elends in der Welt. Fast jedes erdenk­li­che Übel geht aufs Arbei­ten oder auf eine fürs Arbei­ten ein­ge­rich­te­te Welt zurück. Um das Lei­den zu been­den, müs­sen wir auf­hö­ren…

Da kann man nichts tun

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In einem sei­ner Fil­me, The Fatal Glass of Beer, zeigt ein Alt­meis­ter der ame­ri­ka­ni­schen Film­ko­mik, W. C. Fields, den erschröck­li­chen, unauf­halt­sa­men Nie­der­gang eines jun­gen Man­nes, der der Ver­su­chung nicht wider­ste­hen kann, sein ers­tes Glas…

Die Ideo­lo­gie natür­li­cher Begabung

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Zu mei­nen, wenn man allen glei­che wirt­schaft­li­che Mit­tel bereit­stel­le, gäbe man auch allen, sofern sie die uner­läß­li­che „Bega­bung“ mit­bräch­ten, glei­che Chan­cen (…), hie­ße in der Ana­ly­se der Hin­der­nis­se auf hal­bem Wege ste­hen­blei­ben…

Wie das Bil­dungs­we­sen Macht verschleiert

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Will man sich davon über­zeu­gen, daß die ver­bor­gens­te und spe­zi­fischs­te Funk­ti­on des Bil­dungs­sys­tems in der Tar­nung sei­ner objek­ti­ven Funk­ti­on, das heißt der objek­ti­ven Wahr­heit sei­ner Rela­ti­on zur Struk­tur der Klas­sen­be­zie­hun­gen steht, braucht…

Herr­schafts­ge­hil­fen

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Die erns­te Gefahr für unse­re Demo­kra­tie besteht nicht in der Exis­tenz tota­li­tä­rer frem­der Staa­ten. Sie besteht dar­in, daß in unse­ren eige­nen per­sön­li­chen Ein­stel­lun­gen und in unse­ren eige­nen Insti­tu­tio­nen Bedin­gun­gen herr­schen, die der Auto­ri­tät…

Was ist Soziologie?

Ein Mathe­ma­ti­ker, der eini­ge Sozio­lo­gie-Ver­an­stal­tun­gen besuch­te, resü­mier­te bei­des wie folgt: Wäh­rend ihm die Mathe­ma­tik mehr oder min­der ein­deu­ti­ge Ant­wor­ten lie­fe­re, zumin­dest aber meist Ant­wor­ten, und ihm gleich­zei­tig als Bezugs­punkt…

Hedo­nis­mus der Not

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Gegen­über der ima­gi­nä­ren Anthro­po­lo­gie der Wirt­schafts­wis­sen­schaft, die sich noch nie der For­mu­lie­rung uni­ver­sel­ler Geset­ze der »zeit­li­chen Prä­fe­renz« ent­schla­gen konn­te, ist dar­an zu erin­nern, daß die jewei­li­ge Geneigt­heit zur Unter­ord­nung…

Die Dop­­pel­stock­­wa­­gen-Gesel­l­­schaft

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In der Regio­nal­bahn, eine wah­re Bege­ben­heit. Zwei älte­re Her­ren betre­ten den Dop­pel­stock­wa­gen und suchen sich einen Sitz­platz im obe­ren Bereich: #1: Das sind doch schö­ne Plät­ze. Ich mag es hier oben. #2: Aber du weißt: Wenn man erst…

Refle­xi­on

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Eines der wich­tigs­ten Prin­zi­pi­en, das man erler­nen soll­te, wenn man sich – ob als Sozio­lo­ge oder ganz all­ge­mein – mit gesell­schaft­li­chen Phä­no­me­nen aus­ein­an­der­setzt und dabei Argu­men­ten, Sta­tis­ti­ken, Erklä­run­gen, Beschrei­bun­gen, Insti­tu­tio­nen,…

Men­schen ändern sich

Wer glaubt, etwas zu sein, hat auf­ge­hört, etwas zu wer­den. (Sokra­tes) In einem Pro­jekt, an dem ich bis vor cir­ca einem Jahr betei­ligt war, fiel einer der Mit­ar­bei­ter wie­der­holt durch Unpünkt­lich­keit, Unzu­ver­läs­sig­keit und man­geln­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit…

Die Welt so sehen, wie sie ist

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Ich glau­be, nie­mand möch­te die sozia­le Welt so sehen, wie sie ist; es gibt vie­le Arten, sie zu ver­leug­nen; es gibt die Kunst, natür­lich. Aber es gibt auch eine Form von Sozio­lo­gie, die die­ses bemer­kens­wer­te Ergeb­nis zustan­de­bringt, näm­lich…

For­ma­le Gleich­heit als Herrschaftsinstrument

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Damit die am meis­ten Begüns­tig­ten begüns­tigt und die am meis­ten Benach­tei­lig­ten benach­tei­ligt wer­den, ist es not­wen­dig wie hin­rei­chend, dass die Schu­le beim ver­mit­tel­ten Unter­richts­stoff, bei den Ver­mitt­lungs­me­tho­den und ‑tech­ni­ken und bei…

Über­zeu­gungs­ar­beit

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Wenn ich eine der vie­len Polit- oder Gesell­schafts-Talk­shows sehe, womit nicht deren wenig ernst­zu­neh­men­de nach­mit­täg­li­che Deri­va­te auf den pri­va­ten Sen­dern gemeint sind, rege ich mich meist recht schnell auf. Es ist rela­tiv egal, ob die Dis­kus­si­on…

Arbeit­ge­ber­fil­ter

Viel liest man über die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen, die es haben kann, füt­tert man sozia­le Netz­wer­ke, die eige­ne Home­page oder Blogs mit per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen. Wenn­gleich vie­les davon auch zutref­fend ist und die opti­mier­te Selbst­in­sze­nie­rung…

Stö­ren­des Hintergrundrauschen

Seit Jah­ren schon möch­te ich ein Buch über etwas schrei­ben, das mir sehr am Her­zen liegt. Oder wenigs­tens ein PDF mit vie­len Sei­ten. Der Ursprung die­ses Wun­sches liegt in mitt­ler­wei­le schon nicht mehr fass­ba­rer Ver­gan­gen­heit, doch einen ernst­haf­ten…

Spie­ßig­keit

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Man kann im Prenz­lau­er Berg ein­fach im lin­ken Habi­tus wei­ter­le­ben. Das ist ja das Schö­ne. Man kann sich tole­rant füh­len, weil Tole­ranz nicht auf die Pro­be gestellt wird. (…) Der Schrift­stel­ler Maxim Bil­ler nennt den Prenz­lau­er Berg mitt­ler­wei­le…

Selbst­ver­mark­tung mul­ti­pler Persönlichkeiten

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Sie haben sich immer über die bie­de­ren Schlips­trä­ger und Hosen­an­zug­trä­ge­rin­nen lus­tig gemacht, die bei Ban­ken, Ver­si­che­run­gen und Unter­neh­mens­be­ra­tun­gen arbei­ten oder bei ande­ren, genau­so mie­fi­gen wie lang­wei­li­gen Fir­men unter­ge­kom­men sind…

Macht das glücklich?

Für einen Arbeits­platz, den sie has­sen, für eine Aus­bil­dung, die sie gar nicht wol­len, oder sogar nur für ein Prak­ti­kum, das wohl die nie­ders­te Form der Aus­beu­tung dar­stellt, tun sie alles. Sie leug­nen ihre eige­ne Mei­nung. Sie leug­nen…

Kei­ner trägt das Leben allein

Gut ist es, an andern sich zu hal­ten. Denn kei­ner trägt das Leben allein. (Fried­rich Höl­der­lin) Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Mit­men­schen ist kei­ne Ein­bahn­stra­ße. Das gilt vor allem, aber nicht exklu­siv, für die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Freun­den. Kom­mu­ni­ka­ti­on…

Irgend­ei­ne

Das Ende des Jah­res. Mit eini­gen Freun­den und Bekann­ten ging ich auf eine der vie­len Sil­ves­ter­par­tys in die­ser Nacht und die Stim­mung war super. Irgend­wann im Lau­fe des Abends saß ich mit eini­gen Leu­ten her­um und unter­hielt mich mit ihnen.…

Fach­spra­che als Abgrenzung

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Was ist die gesell­schaft­li­che Funk­ti­on der Fach­spra­che? Ich habe gesagt, ech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on sei Gemein­sam­keit und Ver­än­de­rung. Die Fach­spra­che ist nicht unschul­dig. Der Mann, der sie spricht, der vor uns von Rol­len und auf der Basis von Wech­sel­be­zie­hun­gen…

Deschoo­ling

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Edu­ca­ti­on… now seems to me per­haps the most aut­ho­ri­ta­ri­an and dan­ge­rous of all the social inven­ti­ons of man­kind. It is the deepest foun­da­ti­on of the modern slave sta­te, in which most peo­p­le feel them­sel­ves to be not­hing but pro­du­cers, con­su­mers,…

Sei doch mal konstruktiv

Wenn man dir linier­tes Papier gibt, schrei­be quer über die Zei­len. (Juan Ramón Jimé­nez) Ich kann die­sen dum­men Spruch nicht mehr hören: Sei doch mal kon­struk­tiv! Wie­so näm­lich soll­te ich kon­struk­tiv sein, mich also irgend­wie an der…

Arbeit ist Scheiße!

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Arbeit ist Schei­ße! Bei die­ser Aus­sa­ge han­delt es sich um eine selbst­ver­ständ­li­che Tat­sa­che, und wäre spe­zi­ell die deut­sche Gesell­schaft nicht so ver­blö­det, müß­te man sich schä­men, eine sol­che Bana­li­tät zu Papier zu brin­gen. Wie fort­ge­schrit­ten…
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Was ist bloß mit mir los?

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»Mei­ne Wohl­tä­te­rin Rachel Soko­low«, begann Isma­el, »zähl­te im Col­lege einen jun­gen Mann namens Jef­frey zu ihren Freun­den, des­sen Vater ein rei­cher Chir­urg war. Jef­frey wur­de im Leben vie­ler Men­schen damals und auch spä­ter zu einer…
Eine Hand hält einen positiven Covid-Schnelltest. Im Hintergrund liegt die Packung des Tests.Meda­kit Ltd via Unsplash

Covid gibt es nicht – war­um alle immer nur erkäl­tet sind

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Mei­nen Eltern war es seit Pan­de­mie­be­ginn gelun­gen, sich von Coro­na fern­zu­hal­ten, denn sie waren sehr vor­sich­tig. Sie tru­gen Mas­ken, sie tes­te­ten sich regel­mä­ßig, sie mie­den grö­ße­re Ver­an­stal­tun­gen und schaff­ten es auf die­se Art, sich kein…

Wohin mit den gan­zen Wörtern?

Fragst Du Dich auch manch­mal, was mit den gan­zen Wör­tern pas­siert, die Du im Lau­fe des Tages nicht gespro­chen oder geschrie­ben hast? Ich stel­le mir ger­ne vor, dass ich für man­ches ein täg­li­ches oder wöchent­li­ches Kon­tin­gent habe, z.B. für…

Sozia­le Medi­en als Eindringling

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Vor etwas mehr als acht Mona­ten fand ich dank Twit­ter die tolls­te Frau der Welt. Alles begann mit zwei belang­lo­sen Tweets, auf die der jeweils ande­re reagier­te. Aus Rep­lys wur­den bald Direkt­nach­rich­ten und schließ­lich der Gedan­ke an ein Tref­fen.…

Die Maschi­ne­rie des Staates

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Die moder­ne Geschich­te hat, den­ke ich, hin­rei­chend bewie­sen, dass jeder Mensch, oder fast jeder, unter gewis­sen Vor­aus­set­zun­gen das tut, was man ihm sagt; und, ver­zeiht mir, die Wahr­schein­lich­keit ist gering, dass ihr die Aus­nah­me seid – so…

Schu­le – eine kri­ti­sche Funktionsbetrachtung

Ange­sichts der ernüch­tern­den Ergeb­nis­se der unter den gege­be­nen gesell­schaft­li­chen Umstän­den durch­ge­führ­ten Bemü­hun­gen, die sozia­len Chan­cen­un­gleich­hei­ten im Bil­dungs­sys­tem abzu­bau­en, ist der Fra­ge nach­zu­ge­hen, wel­che Funk­ti­on das Schul­sys­tem…

Bil­dungs­ent­schei­dun­gen als Habitus-Handlungen

„In der Regel feh­len denen, die über Bil­dungs­ka­pi­tal in nen­nens­wer­tem Umfang nicht ver­fü­gen, die ›rich­ti­gen‹ Infor­ma­tio­nen für eine in die höchs­ten Posi­tio­nen füh­ren­de Bil­dungs­in­ves­ti­ti­on, es fehlt ihnen die Ver­traut­heit mit den Struk­tu­ren…

Bil­dung bekämpft Armut?

„Kin­der aus sozi­al benach­tei­lig­ten Fami­li­en gehö­ren zwar zu den größ­ten Bildungsverlierer(inne)n, ihre Armut basiert jedoch sel­ten auf fal­schen oder feh­len­den Schul­ab­schlüs­sen, denn die Letz­te­ren sind höchs­tens Aus­lö­ser und Ver­stär­ker,…
Das Bild besteht aus zwei Panels, die nebeneinander stehen. In beiden Szenen versuchen drei Personen unterschiedlicher Körpergröße, über einen Holzzaun ein Baseballspiel zu verfolgen. Linkes Panel "Equality" (Gleichheit): Die Situation: Jede der drei Personen steht auf genau einer Holzkiste. Die große Person steht weit über dem Zaun und hat eine perfekte Sicht. Die mittelgroße Person kann gerade so über den Zaun schauen. Die kleine Person starrt direkt gegen die Bretter des Zauns und kann nichts vom Spiel sehen. Rechtes Panel "Equity" (Gerechtigkeit ): Die Kisten wurden basierend auf dem individuellen Bedarf verteilt. Die große Person benötigt keine Hilfe und steht nun ohne Kiste auf dem Boden (sie kann immer noch alles sehen). Die mittelgroße Person steht weiterhin auf einer Kiste. Die kleine Person hat nun zwei Kisten übereinander gestapelt bekommen. Alle drei Personen befinden sich nun auf der gleichen Augenhöhe über der Oberkante des Zauns. Jeder kann das Spiel gleichermaßen genießen.Inter­ac­tion Insti­tu­te for Social Chan­ge | Artist: Angus Maguire

Das Mär­chen von der Leistungsgesellschaft

Leis­tungs­ge­sell­schaft oder Meri­to­kra­tie bedeu­tet sinn­ge­mäß eine „Herr­schafts­ord­nung nach Maß­ga­be von Bega­bung und Leis­tungs­fä­hig­keit des Ein­zel­nen“ (Becker & Hadjar, 2011, S. 39), wonach sozia­le Unter­schie­de nicht per se als unge­recht…

Bil­dung – mehr als nur Schulbildung

Wäh­rend Bil­dung „im tra­di­tio­nel­len Sin­ne (…) als die erar­bei­ten­de und aneig­nen­de Aus­ein­an­der­set­zung mit der Welt schlecht­hin und Inbe­griff der Selbst­ver­wirk­li­chung des Mensch­li­chen im Men­schen“ (Büch­ner, 2003, S. 7) ver­stan­den wird,…

Öko­no­mi­sches, kul­tu­rel­les und sozia­les Kapital

Im Kon­text des Habi­tus­kon­zepts und der Bour­dieu­schen Milieu­for­schung ist von öko­no­mi­schem, kul­tu­rel­lem sowie sozia­lem Kapi­tal die Rede. Um die­se ver­schie­de­nen For­men des Kapi­tals, die bei Bour­dieu zur Spra­che kom­men, zu betrach­ten, ist es zunächst…

Habi­tus, Her­kunft und Bildungserfolg

(Re-)Produktion und Legi­ti­ma­ti­on sozia­ler Ungleich­heit durch das Bil­dungs­sys­tem Obwohl es sich bei Bil­dungs­un­gleich­heit um eines der kon­ti­nu­ier­lich behan­del­ten The­men der sozio­lo­gi­schen For­schung han­delt, fris­te­te es im öffent­li­chen Bewusst­sein…

Die kom­men­den Tage (2)

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Vor etwas mehr als einem hal­ben Jahr habe ich im Bei­trag »Die kom­men­den Tage« die sozia­len Fol­gen der anhal­ten­den Kri­se sowie die auf­kei­men­den Pro­tes­te der Occu­py- als auch ande­rer Bewe­gun­gen skiz­ziert und ver­sucht, deren wei­te­re Ent­wick­lung…

Kri­tik macht einsam

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Kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Sys­tem und sei­ner Pro­pa­gan­da macht ein­sam. Denn in aller Regel zieht ja das sozia­le Umfeld (Kol­le­gen, Fami­lie, Freun­de, Part­ner etc.) nicht mit, wenn einer anfängt, herr­schen­de Ideo­lo­gien in Fra­ge zu stel­len.…

Die kom­men­den Tage

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Wir leben in tur­bu­len­ten Zei­ten. Der Kapi­ta­lis­mus, wie wir ihn heu­te ken­nen, fin­det sein Ende – auf die eine oder auf die ande­re Art. Anstatt die Kri­se aber als Bedro­hung und das Schei­tern des Kapi­ta­lis­mus als Unter­gang der Welt wahr­zu­neh­men,…

Was die Leh­rer für Leis­tung halten

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Die Zeit bis zum Schul­jah­res-Ende ver­geht. Ich bil­de mir ein, ich leis­te in die­ser Zeit etwas. Aber mit Leis­tung kann einer dies und der ande­re das mei­nen. Ich bin der Mei­nung, ich leis­te etwas, was die Leh­rer für Leis­tung hal­ten. Für mei­nen…

Sym­bo­li­sche Gewalt (2)

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Die [gesell­schaft­lich] glei­cher­ma­ßen erfahr­ba­ren For­men struk­tu­rel­ler und sym­bo­li­scher Gewalt wer­den für die Deklas­sier­ten und Dequa­li­fi­zier­ten umso leid­vol­ler und ent­waff­nen­der, als sie unter den Vor­zei­chen und Ver­hei­ßun­gen einer an indi­vi­du­el­ler…

Arbeit ver­höhnt Freiheit

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Arbeit ver­höhnt die Frei­heit. Offi­zi­ell kön­nen wir uns glück­lich schät­zen, von Rechts­staat und Demo­kra­tie umge­ben zu sein. Ande­re arme Unglück­li­che, die nicht so frei sind wie wir, müs­sen in Poli­zei­staa­ten leben. Die­se Opfer fol­gen Befeh­len,…

Mehr des­sel­ben

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Unter einer Stra­ßen­la­ter­ne steht ein Betrun­ke­ner und sucht und sucht. Ein Poli­zist kommt daher, fragt ihn, was er ver­lo­ren habe, und der Mann ant­wor­tet: »Mei­nen Schlüs­sel«. Nun suchen bei­de. Schließ­lich will der Poli­zist wis­sen, ob der…

Sozia­ler Raum und sozia­le Felder

Zen­tral für das Kon­zept des sozia­len Raums und der sozia­len Fel­der ist das Begrei­fen der sozia­len Wirk­lich­keit als einer rela­tio­na­len. Jeder Akteur inner­halb der sozia­len Wirk­lich­keit fin­det sich an einem Punkt die­ses sozia­len Rau­mes wie­der,…

Habi­tus – Ent­ste­hung und Abgren­zung zum Kon­zept der sozia­len Rolle

Der Begriff des Habi­tus selbst ist bereits weit­aus älter als Bour­dieus Aus­ar­bei­tung des hier im Fokus ste­hen­den Kon­zepts. Ein kon­kre­ter Zeit­punkt der Ent­ste­hung des Bour­dieu­schen Habi­tus-Kon­zepts ist aller­dings nicht benenn­bar, führt er den…

Habi­tus und Komplizenschaft

„Als Ver­mitt­lungs­glied zwi­schen der Posi­ti­on oder Stel­lung inner­halb des sozia­len Rau­mes und spe­zi­fi­schen Prak­ti­ken, Vor­lie­ben, usw. fun­giert das, was ich »Habi­tus« nen­ne, das ist eine all­ge­mei­ne Grund­hal­tung, eine Dis­po­si­ti­on gegen­über…

Legi­ti­mier­ter Schwindel

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Die sym­bo­li­sche Macht ist eine Macht, die in dem Maße exis­tiert, wie es ihr gelingt, sich aner­ken­nen zu las­sen, sich Aner­ken­nung zu ver­schaf­fen; d.h. eine (öko­no­mi­sche, poli­ti­sche, kul­tu­rel­le oder ande­re) Macht, die die Macht hat, sich in…

Nor­ma­li­tät

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Noch die inhu­mans­ten Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen kön­nen als sinn­haft und attrak­tiv erlebt wer­den durch das still­schwei­gen­de Ein­ver­ständ­nis von Men­schen, die durch inhu­ma­ne Exis­tenz­be­din­gun­gen dar­auf vor­be­rei­tet wor­den sind, sie zu akzep­tie­ren. (Mar­ga­re­te…

Schu­le als Ideologie

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Betrach­tet man die Ent­wick­lungs­dy­na­mik von Bil­dungs­sys­te­men, dann drängt sich die Ver­mu­tung auf, dass die Schu­le selbst sozi­al selek­tiv auf die Sozia­li­sa­ti­ons­prak­ti­ken ein­wirkt und sys­te­ma­tisch die Prak­ti­ken bestimm­ter Bevöl­ke­rungs­grup­pen…

Sym­bo­li­sche Gewalt

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Das sym­bo­li­sche Kapi­tal besteht aus einem belie­bi­gen Merk­mal, Kör­per­kraft, Reich­tum, Kampf­erprobt­heit, das wie eine ech­te magi­sche Kraft sym­bo­li­sche Wir­kung ent­fal­tet, sobald es von sozia­len Akteu­ren wahr­ge­nom­men wird, die über die zum Wahr­neh­men,…

Was ist Klassenkampf?

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Wenn vom Klas­sen­kampf die Rede ist, denkt man nie­mals an sei­ne ganz all­täg­li­chen For­men, an die rück­sichts­lo­se gegen­sei­ti­ge Ver­ächt­lich­ma­chung, an die Arro­ganz, an die erdrü­cken­den Prah­le­rei­en mit dem »Erfolg« der Kin­der, mit den Feri­en,…

Ent­hül­len und demaskieren

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Die Wahr­schein­lich­keit einer Hand­lung oder eines Phä­no­mens zu ken­nen, kann auch hei­ßen, die Chan­cen jener Aktio­nen zu ver­grö­ßern, die dar­auf abzie­len, die Rea­li­sie­rung eben die­ses Phä­no­mens zu ver­hin­dern. Aber das ist nicht alles. Vie­le…

Distink­ti­on

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Was »Distink­ti­on« ist, was »Unter­schied« ist, läßt sich, so mei­ne Ansicht, immer nur rela­tiv sagen, in Bezie­hung zu ande­rem. Im Grun­de heißt »distin­gu­iert« sein: »nicht popu­lär« sein – und sonst nichts. Per Defi­ni­ti­on sind die unte­ren…

Poli­ti­scher Aktivismus

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Der poli­ti­sche Akti­vist soll­te nicht jemand sein, der Pla­ka­te klebt oder vor­ge­form­te Paro­len ver­brei­tet. Es soll­te jemand sein, der sei­ne Spra­che spricht, um etwas zu sagen, und der dies dann auch sagt. Der sich aus­drückt und der sich dafür…

Pro­blem­be­wusst­sein

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Mit Mes­sern kann man sich ver­let­zen, daher soll man sie ver­mei­den; Tür­klin­ken sind tat­säch­lich mit Bak­te­ri­en bedeckt. Wer weiß, ob man mit­ten im Sym­pho­nie­kon­zert nicht doch plötz­lich auf die Toi­let­te muß, oder ob man das Schloß beim Nach­prü­fen…

Effi­zi­en­te Herrschaft

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In den Gesell­schaf­ten, die kei­nen »self-regu­la­ting mar­ket« (Karl Pol­anyi), kein Unter­richts­sys­tem und kei­nen juris­ti­schen oder staat­li­chen Appa­rat auf­wei­sen, kön­nen sich die Herr­schafts­be­zie­hun­gen, da sie nicht den objek­ti­ven Struk­tu­ren selbst…

War­um Frei­zeit nicht Frei­heit ist

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Das Gegen­teil von Arbeit ist nicht bloß Faul­heit. (…) So sehr ich das Ver­gnü­gen der Träg­heit schät­ze, ist sie doch wohl am loh­nends­ten, wenn sie ande­ren Genuß und Zeit­ver­treib unter­bricht. Genau­so­we­nig wer­be ich für das gelenk­te und…

Umfra­gen und Demokratie

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Vie­le Intel­lek­tu­el­le tun so, als wür­den sie glau­ben, oder glau­ben wirk­lich, daß ich gegen die Demo­kra­tie Posi­ti­on bezie­he, wenn ich sage, die öffent­li­che Mei­nung exis­tiert nicht, die Umfra­gen sind gefähr­lich. Weil, sagen sie, die Umfra­gen…

An die Lieblosen

Ihr seid die lieb­lo­ses­ten Men­schen, die ich ken­ne. Ihr schaut euch Sen­dun­gen an, in denen Ande­re, die in ihrem Leben noch nie eine ernst­haf­te Part­ner­schaft erlebt haben, ein­mal von der Lie­be spre­chen, von dem, was das nun für sie ist, und ihr,…

Den Tisch umwerfen

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Der [sozia­le] Raum, das sind hier die Spiel­re­geln, denen sich jeder Spie­ler beu­gen muß. Vor sich haben die Spie­ler ver­schie­den­far­bi­ge Chips auf­ge­sta­pelt, Aus­beu­te der vor­an­ge­gan­ge­nen Run­den. Die unter­schied­lich gefärb­ten Chips stel­len unter­schied­li­che…

Eth­no­zen­tris­mus

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Den Kar­ren von mei­ner Hand in die sei­ne wech­selnd, erzähl­te er mir eine lus­ti­ge Geschich­te über den ers­ten Schub­kar­ren, den er je gese­hen. Das war in Sag Har­bor. Die Eig­ner des Schif­fes, so scheint es, hat­ten ihm einen gelie­hen, um sei­ne schwe­re…

Weni­ger ist mehr

Sel­ten unter­neh­me ich etwas mit mehr als drei Men­schen auf ein­mal. Viel­leicht mag das unso­zi­al erschei­nen, doch für mich ist es genau das Gegen­teil. Ich mei­de Mas­sen­ver­an­stal­tun­gen und blei­be Tref­fen fern, wenn abseh­bar ist, dass am Ende mehr…

Beschleu­nig­tes Leben

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Im Bewusst­sein der Zeit­lich­keit setzt sich der Knacks durch. Auch wo er nicht iden­ti­fi­ziert wird, bricht er sich Bahn in den zuwi­der­lau­fen­den Kräf­ten, etwa im Ver­such, sei­ner Arbeit mit einer Beschleu­ni­gung des Lebens­ge­fühls zu begeg­nen. Mach…

In der Wahr­heit leben

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Was heißt das, »in der Wahr­heit leben«? Eine nega­ti­ve Defi­ni­ti­on ist ein­fach: es heißt, nicht zu lügen, sich nicht zu ver­ste­cken, nichts zu ver­heim­li­chen. Seit Franz Sabi­na kennt, lebt er in der Lüge. Er erzählt sei­ner Frau von einem…

Wenn jeder täte, was er für wich­tig hielte

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Wo immer näm­lich die­se Gesell­schaft nicht funk­tio­niert, wo immer sie ver­sagt, wird ihr Ver­sa­gen an den Ärms­ten offen­bar. Jede Ver­än­de­rung im sozia­len Raum, jede Ver­schär­fung des Wett­be­werbs, jede Zunah­me an Gewalt im öffent­li­chen Leben,…

Wenn die Din­ge ihre Besit­zer besitzen

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Die ursprüng­li­che Bezie­hung zu der sozia­len Welt, durch die und für die man geschaf­fen ist, ist ein Besitz­ver­hält­nis, das den Besitz des Besit­zers durch sei­ne Besitz­tü­mer impli­ziert. Wenn das Erbe sich den Erben ange­eig­net hat, wie Marx…

Kampf der Kultur

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In jeder Hin­sicht ist Kul­tur Ergeb­nis eines Kamp­fes. Das ver­steht sich von selbst, weil mit der Idee der Kul­tur auch immer die mensch­li­che Wür­de auf dem Spiel steht. Das bedeu­tet, daß in einer Klas­sen­ge­sell­schaft die­je­ni­gen, die von der Kul­tur…

Deu­tungs­ho­heit

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Der ande­re Trick besteht dar­in, dem Part­ner eben­so hef­ti­ge wie nebel­haf­te Vor­wür­fe zu machen. Wenn er dann wis­sen will, was Sie eigent­lich mei­nen, kön­nen Sie die Fal­le mit dem zusätz­li­chen Hin­weis her­me­tisch schlie­ßen: »Wenn du nicht der…

Poli­tik und Medienmacht

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Der Jour­na­lis­mus ist tat­säch­lich einer der Orte, an dem die poli­ti­sche Magie ent­steht und bestä­tigt wird. Damit Magie ent­steht (…), braucht es eine Men­ge sozia­ler Vor­aus­set­zun­gen: Zau­be­rer, Assis­ten­ten, Publi­kum usf. Und auch die Welt der…

Dunk­le Empathie

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»Aoki war ein sehr guter Schü­ler, er hat­te fast immer die bes­te Note. Ich ging auf eine pri­va­te Jun­gen­schu­le, und Aoki war ziem­lich beliebt. Die Klas­se schätz­te ihn, und er war der Lieb­ling der Leh­rer. Aber ich konn­te sei­ne prag­ma­ti­sche…

Zwi­schen­mensch­li­che Effizienz

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In all den Dis­kus­sio­nen um die Vor- und Nach­tei­le sowie die rea­len oder nur pro­ji­zier­ten Gefah­ren sozia­ler Inter­net-Diens­te ver­mis­se ich bis­lang einen Aspekt, den ich für sehr zen­tral und für mit weit­rei­chen­den Fol­gen ver­bun­den hal­te: Effi­zi­enz. Ver­steht…

Regiert sein heißt…

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Regiert sein, das heißt unter poli­zei­li­cher Über­wa­chung ste­hen, inspi­ziert, spio­niert, diri­giert, mit Geset­zen über­schüt­tet, regle­men­tiert, ein­ge­pfercht, belehrt, bepre­digt, kon­trol­liert, ein­ge­schätzt, abge­schätzt, zen­siert, kom­man­diert…

Indi­vi­dua­li­sier­te Schuld

Ein Over­kill an Infor­ma­tio­nen, das Errei­chen des eige­nen Auf­nahm­eli­mits, Über­for­de­rung am Arbeits­platz, das Ver­zwei­feln an gesell­schaft­li­chen Zumu­tun­gen, phy­si­sche Beschwer­den – all das spielt kei­ne Rol­le, denn man hat sich an den Trott gewöhnt.…

Die Abschaf­fung der Arbeit

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Nie­mand soll­te jemals arbei­ten. Arbeit ist die Ursa­che nahe­zu allen Elends in der Welt. Fast jedes erdenk­li­che Übel geht aufs Arbei­ten oder auf eine fürs Arbei­ten ein­ge­rich­te­te Welt zurück. Um das Lei­den zu been­den, müs­sen wir auf­hö­ren…

Da kann man nichts tun

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In einem sei­ner Fil­me, The Fatal Glass of Beer, zeigt ein Alt­meis­ter der ame­ri­ka­ni­schen Film­ko­mik, W. C. Fields, den erschröck­li­chen, unauf­halt­sa­men Nie­der­gang eines jun­gen Man­nes, der der Ver­su­chung nicht wider­ste­hen kann, sein ers­tes Glas…

Die Ideo­lo­gie natür­li­cher Begabung

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Zu mei­nen, wenn man allen glei­che wirt­schaft­li­che Mit­tel bereit­stel­le, gäbe man auch allen, sofern sie die uner­läß­li­che „Bega­bung“ mit­bräch­ten, glei­che Chan­cen (…), hie­ße in der Ana­ly­se der Hin­der­nis­se auf hal­bem Wege ste­hen­blei­ben…

Wie das Bil­dungs­we­sen Macht verschleiert

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Will man sich davon über­zeu­gen, daß die ver­bor­gens­te und spe­zi­fischs­te Funk­ti­on des Bil­dungs­sys­tems in der Tar­nung sei­ner objek­ti­ven Funk­ti­on, das heißt der objek­ti­ven Wahr­heit sei­ner Rela­ti­on zur Struk­tur der Klas­sen­be­zie­hun­gen steht, braucht…

Herr­schafts­ge­hil­fen

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Die erns­te Gefahr für unse­re Demo­kra­tie besteht nicht in der Exis­tenz tota­li­tä­rer frem­der Staa­ten. Sie besteht dar­in, daß in unse­ren eige­nen per­sön­li­chen Ein­stel­lun­gen und in unse­ren eige­nen Insti­tu­tio­nen Bedin­gun­gen herr­schen, die der Auto­ri­tät…

Was ist Soziologie?

Ein Mathe­ma­ti­ker, der eini­ge Sozio­lo­gie-Ver­an­stal­tun­gen besuch­te, resü­mier­te bei­des wie folgt: Wäh­rend ihm die Mathe­ma­tik mehr oder min­der ein­deu­ti­ge Ant­wor­ten lie­fe­re, zumin­dest aber meist Ant­wor­ten, und ihm gleich­zei­tig als Bezugs­punkt…

Hedo­nis­mus der Not

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Gegen­über der ima­gi­nä­ren Anthro­po­lo­gie der Wirt­schafts­wis­sen­schaft, die sich noch nie der For­mu­lie­rung uni­ver­sel­ler Geset­ze der »zeit­li­chen Prä­fe­renz« ent­schla­gen konn­te, ist dar­an zu erin­nern, daß die jewei­li­ge Geneigt­heit zur Unter­ord­nung…

Die Dop­­pel­stock­­wa­­gen-Gesel­l­­schaft

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In der Regio­nal­bahn, eine wah­re Bege­ben­heit. Zwei älte­re Her­ren betre­ten den Dop­pel­stock­wa­gen und suchen sich einen Sitz­platz im obe­ren Bereich: #1: Das sind doch schö­ne Plät­ze. Ich mag es hier oben. #2: Aber du weißt: Wenn man erst…

Refle­xi­on

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Eines der wich­tigs­ten Prin­zi­pi­en, das man erler­nen soll­te, wenn man sich – ob als Sozio­lo­ge oder ganz all­ge­mein – mit gesell­schaft­li­chen Phä­no­me­nen aus­ein­an­der­setzt und dabei Argu­men­ten, Sta­tis­ti­ken, Erklä­run­gen, Beschrei­bun­gen, Insti­tu­tio­nen,…

Men­schen ändern sich

Wer glaubt, etwas zu sein, hat auf­ge­hört, etwas zu wer­den. (Sokra­tes) In einem Pro­jekt, an dem ich bis vor cir­ca einem Jahr betei­ligt war, fiel einer der Mit­ar­bei­ter wie­der­holt durch Unpünkt­lich­keit, Unzu­ver­läs­sig­keit und man­geln­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit…

Die Welt so sehen, wie sie ist

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Ich glau­be, nie­mand möch­te die sozia­le Welt so sehen, wie sie ist; es gibt vie­le Arten, sie zu ver­leug­nen; es gibt die Kunst, natür­lich. Aber es gibt auch eine Form von Sozio­lo­gie, die die­ses bemer­kens­wer­te Ergeb­nis zustan­de­bringt, näm­lich…

For­ma­le Gleich­heit als Herrschaftsinstrument

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Damit die am meis­ten Begüns­tig­ten begüns­tigt und die am meis­ten Benach­tei­lig­ten benach­tei­ligt wer­den, ist es not­wen­dig wie hin­rei­chend, dass die Schu­le beim ver­mit­tel­ten Unter­richts­stoff, bei den Ver­mitt­lungs­me­tho­den und ‑tech­ni­ken und bei…

Über­zeu­gungs­ar­beit

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Wenn ich eine der vie­len Polit- oder Gesell­schafts-Talk­shows sehe, womit nicht deren wenig ernst­zu­neh­men­de nach­mit­täg­li­che Deri­va­te auf den pri­va­ten Sen­dern gemeint sind, rege ich mich meist recht schnell auf. Es ist rela­tiv egal, ob die Dis­kus­si­on…

Arbeit­ge­ber­fil­ter

Viel liest man über die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen, die es haben kann, füt­tert man sozia­le Netz­wer­ke, die eige­ne Home­page oder Blogs mit per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen. Wenn­gleich vie­les davon auch zutref­fend ist und die opti­mier­te Selbst­in­sze­nie­rung…

Stö­ren­des Hintergrundrauschen

Seit Jah­ren schon möch­te ich ein Buch über etwas schrei­ben, das mir sehr am Her­zen liegt. Oder wenigs­tens ein PDF mit vie­len Sei­ten. Der Ursprung die­ses Wun­sches liegt in mitt­ler­wei­le schon nicht mehr fass­ba­rer Ver­gan­gen­heit, doch einen ernst­haf­ten…

Spie­ßig­keit

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Man kann im Prenz­lau­er Berg ein­fach im lin­ken Habi­tus wei­ter­le­ben. Das ist ja das Schö­ne. Man kann sich tole­rant füh­len, weil Tole­ranz nicht auf die Pro­be gestellt wird. (…) Der Schrift­stel­ler Maxim Bil­ler nennt den Prenz­lau­er Berg mitt­ler­wei­le…

Selbst­ver­mark­tung mul­ti­pler Persönlichkeiten

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Sie haben sich immer über die bie­de­ren Schlips­trä­ger und Hosen­an­zug­trä­ge­rin­nen lus­tig gemacht, die bei Ban­ken, Ver­si­che­run­gen und Unter­neh­mens­be­ra­tun­gen arbei­ten oder bei ande­ren, genau­so mie­fi­gen wie lang­wei­li­gen Fir­men unter­ge­kom­men sind…

Macht das glücklich?

Für einen Arbeits­platz, den sie has­sen, für eine Aus­bil­dung, die sie gar nicht wol­len, oder sogar nur für ein Prak­ti­kum, das wohl die nie­ders­te Form der Aus­beu­tung dar­stellt, tun sie alles. Sie leug­nen ihre eige­ne Mei­nung. Sie leug­nen…

Kei­ner trägt das Leben allein

Gut ist es, an andern sich zu hal­ten. Denn kei­ner trägt das Leben allein. (Fried­rich Höl­der­lin) Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Mit­men­schen ist kei­ne Ein­bahn­stra­ße. Das gilt vor allem, aber nicht exklu­siv, für die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Freun­den. Kom­mu­ni­ka­ti­on…

Irgend­ei­ne

Das Ende des Jah­res. Mit eini­gen Freun­den und Bekann­ten ging ich auf eine der vie­len Sil­ves­ter­par­tys in die­ser Nacht und die Stim­mung war super. Irgend­wann im Lau­fe des Abends saß ich mit eini­gen Leu­ten her­um und unter­hielt mich mit ihnen.…

Fach­spra­che als Abgrenzung

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Was ist die gesell­schaft­li­che Funk­ti­on der Fach­spra­che? Ich habe gesagt, ech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on sei Gemein­sam­keit und Ver­än­de­rung. Die Fach­spra­che ist nicht unschul­dig. Der Mann, der sie spricht, der vor uns von Rol­len und auf der Basis von Wech­sel­be­zie­hun­gen…

Deschoo­ling

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Edu­ca­ti­on… now seems to me per­haps the most aut­ho­ri­ta­ri­an and dan­ge­rous of all the social inven­ti­ons of man­kind. It is the deepest foun­da­ti­on of the modern slave sta­te, in which most peo­p­le feel them­sel­ves to be not­hing but pro­du­cers, con­su­mers,…

Sei doch mal konstruktiv

Wenn man dir linier­tes Papier gibt, schrei­be quer über die Zei­len. (Juan Ramón Jimé­nez) Ich kann die­sen dum­men Spruch nicht mehr hören: Sei doch mal kon­struk­tiv! Wie­so näm­lich soll­te ich kon­struk­tiv sein, mich also irgend­wie an der…

Arbeit ist Scheiße!

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Arbeit ist Schei­ße! Bei die­ser Aus­sa­ge han­delt es sich um eine selbst­ver­ständ­li­che Tat­sa­che, und wäre spe­zi­ell die deut­sche Gesell­schaft nicht so ver­blö­det, müß­te man sich schä­men, eine sol­che Bana­li­tät zu Papier zu brin­gen. Wie fort­ge­schrit­ten…
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Alle Ein­trä­ge

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Vor etwas mehr als acht Mona­ten fand ich dank Twit­ter die tolls­te Frau der Welt. Alles begann mit zwei belang­lo­sen Tweets, auf die der jeweils ande­re reagier­te. Aus Rep­lys wur­den bald Direkt­nach­rich­ten und schließ­lich der Gedan­ke an ein Tref­fen. Wir hat­ten bis dahin weder tele­fo­niert noch ander­wei­tig Kon­takt gesucht als über Twitter.

Wir ver­ab­re­de­ten uns für einen Nach­mit­tag und ich blieb fast für eine Woche. Seit dem ers­ten Tref­fen sehen wir uns nun an jedem Wochen­en­de, und das macht mich zum glück­lichs­ten Men­schen der Welt. Die auf Twit­ter oft ver­schrie­ne Pär­chen­schei­ße war nur eklig, bis sie kam, und sie ist der ers­te Mensch, bei dem ich nach län­ge­rem Rund-um-die-Uhr-Kon­­­takt nicht das Bedürf­nis habe, nun mal wie­der für mich allein zu sein. Bei ihr bin ich zuhau­se, bei ihr bin ich ganz ich. Wir tun uns gegen­sei­tig gut.

Seit­dem benut­zen wir Twit­ter gemein­sam, wenn man das so nen­nen mag. Wir zei­gen uns gegen­sei­tig Tweets aus der eige­nen Time­line, wir star­ten gemein­sam Meme, wir hof­fen auf Rep­lys von ner­vi­gen Leu­ten, wir trol­len unse­re Fol­lower mit iro­nisch gemein­ten Tweets, wir läs­tern über ande­re, wir erstel­len Vide­os und tei­len sie, kurz­um: wir haben Spaß. Twit­ter hilft, Gesprächs­pau­sen zu über­brü­cken, und Twit­ter dient auch als eine Art Rück­zugs­ort, in den man kurz ver­schwin­den kann, wenn hier drau­ßen alles zu viel wird.

Aber das Medi­um, das uns zusam­men­brach­te, trennt uns auch immer wie­der, wenn­gleich zum Glück nur tem­po­rär, für Augen­bli­cke, Momen­te. Wir grei­fen hin und wie­der zum Smart­phone, wenn wir früh­stü­cken, wenn wir einen Film schau­en, wenn wir aus­ge­hen, wenn wir im Café sit­zen. Es ist ein klei­nes Time­out, so als wür­de einer von uns zur Tür raus­ge­hen, kurz ande­re Leu­te tref­fen, und dann wie­der rein­kom­men, als wäre nichts gesche­hen. Die Welt steht kurz still, der Raum wird gebro­chen, einer fällt aus der Zeit.

Manch­mal erhal­ten wir Nach­rich­ten, Rep­lys, DMs, E‑Mails, dann kommt jemand zur Tür her­ein, setzt sich frech zwi­schen uns ins Wohn­zim­mer oder an den Früh­stücks­tisch, plau­dert nur mit einem von uns, ver­drängt den ande­ren aus der Welt, und ver­schwin­det wie­der so plötz­lich, wie er auf­ge­tre­ten ist.

Wir beäu­gen manch­mal das Smart­phone des jeweils ande­ren, wenn es ein Geräusch macht, wie einen Ein­dring­ling. Wir sind dann nicht wirk­lich allein, unter uns, zumin­dest kommt es mir zuwei­len so vor. Da sind immer die Ande­ren, ent­we­der pas­siv, indem sie ein­fach greif­bar, les­bar, ver­füg­bar sind, oder aktiv, indem sie mit einem von uns kom­mu­ni­zie­ren. Das ist auf sei­ne Art schön, hin und wie­der; als Dau­er­zu­stand ver­än­dert es jedoch die kost­ba­re Zwei­sam­keit. Sozia­le Medi­en wer­den zum Ein­dring­ling, weil wir sie ein­drin­gen las­sen, selbst in unse­re Köp­fe. Nicht sel­ten denkt einer von uns oder wir bei­de bei einer Äuße­rung, einem Anblick, einer Kurio­si­tät: „Das wäre ein schö­ner Tweet“. Wie ein Foto­graf, der kei­ne Land­schaf­ten und kei­ne Men­schen mehr sieht, nur noch poten­ti­el­le Fotos. Man kann die Momen­te zwar lau­fend tei­len, rui­niert sie dadurch aber auch.

Ich kom­me mir blöd vor, es zu erwäh­nen, weil es mir lächer­lich erscheint, aber ich kom­me mir genau­so vor, wenn ich es nicht tue, weil es mich doch stört.

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Die moder­ne Geschich­te hat, den­ke ich, hin­rei­chend bewie­sen, dass jeder Mensch, oder fast jeder, unter gewis­sen Vor­aus­set­zun­gen das tut, was man ihm sagt; und, ver­zeiht mir, die Wahr­schein­lich­keit ist gering, dass ihr die Aus­nah­me seid – so wenig wie ich. Wenn ihr in einem Land und in einer Zeit gebo­ren seid, wo nicht nur nie­mand kommt, um eure Frau und eure Kin­der zu töten, son­dern auch nie­mand, um von euch zu ver­lan­gen, dass ihr die Frau­en und Kin­der ande­rer tötet, dann dan­ket Gott und zie­het hin in Frie­den. Aber bedenkt immer das eine: Ihr habt viel­leicht mehr Glück gehabt als ich, doch ihr seid nicht bes­ser. Denn soll­tet ihr so ver­mes­sen sein, euch dafür zu hal­ten, seid ihr bereits in Gefahr. Gern stel­len wir dem Staat – ob er tota­li­tär ist oder nicht – den gewöhn­li­chen Men­schen gegen­über, die Laus oder das klei­ne Licht. Dabei ver­ges­sen wir jedoch, dass der Staat aus Men­schen besteht, mehr oder weni­ger gewöhn­li­chen Men­schen, ein jeder mit sei­nem Leben, sei­ner Geschich­te, jeder mit sei­ner Ver­ket­tung von Zufäl­len, die dafür gesorgt haben, dass er sich eines Tages auf der rich­ti­gen Sei­te des Gewehrs oder Doku­ments wie­der­fin­det, wäh­rend ande­re auf der fal­schen ste­hen. Die­ser Gang der Ereig­nis­se ist in den sel­tens­ten Fäl­len das Ergeb­nis einer Ent­schei­dung oder gar einer cha­rak­ter­li­chen Ver­an­la­gung. Und die Opfer sind in der über­wie­gen­den Mehr­zahl der Fäl­le nicht des­halb gefol­tert oder getö­tet wor­den, weil sie gut waren, eben­so wenig wie ihre Pei­ni­ger sie aus Bos­heit gequält haben. Das zu glau­ben wäre reich­lich naiv; man braucht sich nur in einer belie­bi­gen Büro­kra­tie umzu­se­hen, und sei es die des Roten Kreu­zes, um sich davon zu über­zeu­gen. (…) Die Maschi­ne­rie des Staa­tes nun ist aus dem glei­chen Sand geba­cken wie das, was sie Korn für Korn zu Staub zer­mahlt. Es gibt sie, weil alle damit ein­ver­stan­den sind, dass es sie gibt, sogar – und häu­fig bis zum letz­ten Atem­zug – ihre Opfer. Ohne die Höß, Eich­manns, Goglid­zes, Wysch­in­skis, aber auch ohne die Wei­chen­stel­ler, die Beton­fa­bri­kan­ten und die Buch­hal­ter in den Minis­te­ri­en wäre ein Sta­lin oder ein Hit­ler nur einer jener von Hass und ohn­mäch­ti­gen Gewalt­fan­ta­sien auf­ge­bläh­ten Säcke gewesen.
Jona­than Lit­tell – Die Wohlgesinnten

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Ange­sichts der ernüch­tern­den Ergeb­nis­se der unter den gege­be­nen gesell­schaft­li­chen Umstän­den durch­ge­führ­ten Bemü­hun­gen, die sozia­len Chan­cen­un­gleich­hei­ten im Bil­dungs­sys­tem abzu­bau­en, ist der Fra­ge nach­zu­ge­hen, wel­che Funk­ti­on das Schul­sys­tem inner­halb die­ser gesell­schaft­li­chen Umstän­de ein­nimmt und ob die­se Funk­ti­on einen Abbau sozia­ler Ungleich­hei­ten prin­zi­pi­ell über­haupt för­dern kann oder soll.

Zunächst steht der Behaup­tung, Kin­der und Jugend­li­che bedürf­ten einer ein­heit­lich regu­lier­ten Insti­tu­ti­on, um am gesell­schaft­li­chen Leben erfolg­reich teil­zu­neh­men sowie die kul­tu­rel­len Umgangs­for­men und Errun­gen­schaf­ten zu erler­nen oder zu inkor­po­rie­ren, die empi­ri­sche Aus­sa­ge­kraft von knapp ein­hun­dert­tau­send Jah­ren mensch­li­cher Kul­tur­ge­schich­te ent­ge­gen (vgl. Bock, 2008; zur radi­ka­len Schul­kri­tik exem­pla­risch Holt, 1976; Illich, 1995), sodass als ein­zig genui­ne Legi­ti­ma­ti­on des Bestehens einer Insti­tu­ti­on Schu­le nur die Selek­ti­ons­funk­ti­on in Hin­blick auf die Ver­wert­bar­keit ihrer Schü­ler am Arbeits­markt bestehen bleibt[1] – zusätz­lich zur Funk­ti­on der Repro­duk­ti­on sozia­ler Ungleich­heit, die als zu über­win­den­des Defi­zit ver­schlei­ert ist, womit deren sys­tem­im­ma­nen­ter Cha­rak­ter über­spielt wird. Insti­tu­tio­na­li­sier­te, for­ma­li­sier­te, stan­dar­di­sier­te Bil­dung war seit ihrer Ent­ste­hung immer ein Herr­schafts­in­stru­ment, das das Exklu­die­ren und Fest­le­gen von Regeln erlaubt und zu einer kul­tu­rel­len wie Bil­dungs­se­lek­ti­on führt, „die dem eigent­li­chen Ziel von ‚Bil­dung‘, näm­lich für das Leben zu ler­nen, ent­ge­gen­steht“ (Bitt­ling­may­er & Grund­mann, 2006, S. 94):

„Wenn wir auf allen Gebie­ten das Ver­lan­gen nach der Ein­füh­rung von gere­gel­ten Bil­dungs­gän­gen und Fach­prü­fun­gen laut wer­den hören, so ist selbst­ver­ständ­lich nicht ein plötz­lich erwa­chen­der ‚Bil­dungs­drang‘, son­dern das Stre­ben nach Beschrän­kung des Ange­bots für die Stel­lun­gen und deren Mono­po­li­sie­rung zuguns­ten der Besit­zer von Bil­dungs­pa­ten­ten der Grund“ (Weber, 1980, S. 577).

Schu­li­sche Bil­dungs­pro­zes­se legen weni­ger Wert auf Bil­dung an sich, als viel­mehr auf Bil­dungs­zer­ti­fi­ka­te, die „über herr­schafts­ab­hän­gi­ge Zer­ti­fi­zie­rungs­pro­zes­se“ (Sol­ga, 2005, S. 28) erwor­ben wer­den müs­sen. Das Schul­sys­tem bezieht sich folg­lich in ers­ter Linie auf einen sys­tem­funk­tio­na­len Bil­dungs­be­griff und weni­ger auf eine indi­­vi­­du­ell-lebens­­­wel­t­­li­che und gesam­t­­ge­­sel­l­­schaf­t­­lich-eman­­zi­­pa­­ti­­ve Ebe­ne, fun­giert mit sei­ner „bedarfs­an­ge­mes­se­nen Begren­zung höhe­rer Bil­dung“ (Büch­ner, 2003, S. 9) somit „als Akteur der Pro­duk­ti­on der Pro­du­zen­ten“ (Hepp, 2009, S. 30). Was inner­halb des Schul­sys­tems statt­fin­det, ori­en­tiert sich nur vor­der­grün­dig an den Bedürf­nis­sen der Schü­ler und stellt viel­mehr „dem Aus­­­bil­­dungs- und Arbeits­markt für die Zuord­nung von Per­so­nen zu Posi­tio­nen Qua­­li­­fi­­ka­­ti­ons- bzw. Kom­pe­tenz­si­gna­le zur Ver­fü­gung“ (Sol­ga, 2005, S. 27; vgl. Huis­ken, 2005). Die­se sys­tem­funk­tio­na­le, dem Pri­mat des Arbeits­markts unter­wor­fe­ne Per­spek­ti­ve, die die Ver­wert­bar­keit von Bil­dung in den Fokus rückt, nicht die All­tags­re­le­vanz, wird von einem Groß­teil der Erzie­hungs- und Bil­dungs­for­schung über­nom­men, die damit ihrer­seits – bewusst oder unbe­wusst – zur Repro­duk­ti­on sozia­ler (Bildungs-)Ungleichheiten beiträgt:

„In den meis­ten Arbei­ten zur Bil­dungs­un­gleich­heit wird das leis­tungs­fi­xiert hier­ar­chi­sie­ren­de Bil­dungs­sys­tem nicht in Fra­ge gestellt, obwohl es selbst in einem ver­gleichs­wei­se ega­li­tär aus­ge­rich­te­ten sozia­len Gefü­ge not­wen­dig Bil­dungs­hier­ar­chien erzeugt“ (Grund­mann, Dra­ven­au, & Bitt­ling­may­er, 2006, S. 250; vgl. Grund­mann, 2011).

Die Ana­ly­se der Bil­dungs­pro­zes­se und ‑ungleich­hei­ten, selbst die kri­ti­sche, ori­en­tiert sich häu­fig ergo zu sehr an den hege­mo­nia­len nor­ma­ti­ven Grund­an­nah­men und den fak­ti­schen Gege­ben­hei­ten, ohne die­se in Fra­ge zu stel­len, was aber gera­de kri­ti­sche Wis­sen­schaft aus­zeich­nen wür­de[2]. Da Schu­le als sol­che unhin­ter­fragt über­nom­men wird und sich die Bil­dungs­for­schung an ihr ori­en­tiert, „kom­men nur die­je­ni­gen indi­vi­du­el­len Kom­pe­tenz­ent­wick­lun­gen in den Blick, die in gewis­ser Hin­sicht schul­bil­dungs­kon­form sind“ (Grund­mann, Bitt­ling­may­er, Dra­ven­au, & Edel­stein, 2006, S. 16; vgl. Grund­mann, Dra­ven­au, & Bitt­ling­may­er, 2006), d.h. „alle nicht schul­kon­for­men Wis­sens­be­stän­de [wer­den] bil­dungs­so­zio­lo­gisch abge­wer­tet“ (Bitt­ling­may­er, 2006, S. 53). Solan­ge die das Schul­sys­tem rah­men­den gesell­schaft­li­che Ver­hält­nis­se, die Arbeits­markt­ori­en­tie­rung und die kul­tu­rel­le Hier­ar­chi­sie­rung an sich nicht in Fra­ge gestellt wer­den, „darf auch der Suche nach neu­en, den gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen ange­pass­ten Erzie­hungs­idea­len eine gesun­de Skep­sis ent­ge­gen­ge­bracht wer­den“ (Grund­mann, 2011, S. 82). Gera­de die deut­sche PISA-Dis­­kus­­si­on belegt die ana­ly­ti­sche Kurz­sich­tig­keit wei­ter Tei­le von Poli­tik und Bil­dungs­for­schung, da – den öko­­­no­­misch-fun­k­­tio­na­­lis­­ti­­schen, defi­zit­ori­en­tier­ten Bil­dungs­be­griff der OECD über­neh­mend, der zuguns­ten eines Bil­dungs­ver­ständ­nis­ses der ‚Qua­li­fi­ka­tio­nen‘ die unter­schied­li­chen sozia­len Bil­dungs­be­din­gun­gen ver­nach­läs­sigt (vgl. Otto & Schröd­ter, 2010; Raidt, 2009) – grö­ße­rer Fokus auf die unter­durch­schnitt­li­che Leis­tung deut­scher Schul­kin­der als auf sozia­le Ungleich­heit gelegt wur­de (vgl. Sol­ga, 2005, S. 30) und in der Fol­ge­zeit eine ver­stärk­te Aus­rich­tung der Schu­le an wirt­schaft­li­chen Maß­stä­ben (vgl. Ball & You­dell, 2008; Roh­lfs, 2011; Raidt, 2009) gefor­dert und auch umge­setzt wur­de. Bil­dung und Bil­dungs­er­folg wer­den in die­sem Kon­text redu­ziert auf eine Stei­ge­rung der Kon­kur­renz­fä­hig­keit, sowohl auf indi­vi­du­el­ler sowie auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne: „Ins­ge­samt wird deut­lich, dass PISA ein nor­ma­ti­ves und funk­tio­na­les Bil­dungs­ver­ständ­nis trans­por­tiert, das auf die effi­zi­en­te Aus­bil­dung von Human­res­sour­cen aus­ge­rich­tet ist“ (Raidt, 2009, S. 205).

Ange­sichts die­ser Funk­ti­on des Schul­sys­tems und der ein­ge­schränk­ten kri­ti­schen Debat­te, die dar­über geführt wird, ist frag­lich, ob eine umfas­sen­de Reform des Bil­dungs­sys­tems zur Redu­zie­rung sozia­ler Bil­dungs­un­gleich­hei­ten unter die­sen Vor­zei­chen über­haupt mög­lich ist – selbst eine ratio­na­le Päd­ago­gik (vgl. Bour­dieu 2001) bei­spiels­wei­se dürf­te mit ihrer an den indi­vi­du­el­len Bil­dungs­be­dürf­nis­sen ori­en­tier­ten Per­spek­ti­ve recht schnell in Wider­spruch zur arbeits­markt­ori­en­tier­ten Per­spek­ti­ve tre­ten, wenn­gleich das Gros bis­he­ri­ger Unter­su­chun­gen zur Bil­dungs­un­gleich­heit doch gezeigt hat, dass weni­ger die von PISA bewer­te­ten ‚Qua­li­fi­ka­tio­nen‘, son­dern viel­mehr mate­ri­el­le Mit­tel, kul­tu­rel­les Kapi­tal und ent­spre­chen­de Habi­tus Vor­aus­set­zun­gen für schu­li­schen Erfolg sind.


[1] Damit sol­len die posi­ti­ven Effek­te der Schu­le nicht igno­riert wer­den, nur sind die­se auch ohne der­ar­ti­ge Insti­tu­ti­on rea­li­sier­bar, wäh­rend die Selek­­ti­ons- und Legi­ti­ma­ti­ons­funk­tio­nen dem Schul­we­sen eigen sind.

[2] Die­ser ein­ge­schränk­te sozio­lo­gi­sche Blick ist zum Teil sicher auch dem Umstand geschul­det, im Rah­men des poli­tisch Gewünsch­ten blei­ben zu wol­len, um über­haupt poli­ti­sches Gehör zu finden.


Lite­ra­tur:

  1. Ball, S. J., & You­dell, D. (2008). Hid­den Pri­va­tis­a­ti­on in Public Edu­ca­ti­on. Brüs­sel: Edu­ca­ti­on Inter­na­tio­nal. Online ver­füg­bar unter: http://download.ei-ie.org/docs/IRISDocuments/Research%20Website%20Documents/2009–00034–01‑E.pdf (28.07.2012).
  2. Bitt­ling­may­er, U. H. (2006). Grund­zü­ge einer mehr­di­men­sio­na­len sozi­al­struk­tu­rel­len Sozia­li­sa­ti­ons­for­schung. In M. Grund­mann, D. Dra­ven­au, U. H. Bitt­ling­may­er, & W. Edel­stein, Hand­lungs­be­fä­hi­gung und Milieu. Zur Ana­ly­se milieu­spe­zi­fi­scher All­tags­prak­ti­ken und ihrer Ungleich­heits­re­le­vanz (S. 37–55). Ber­lin: LIT Verlag.
  3. Bitt­ling­may­er, U. H., & Grund­mann, M. (2006). Die Schu­le als (Mit-)Erzeugerin des sozia­len Raums. Zur Eta­blie­rung von Bil­dungs­mi­lieus im Zuge rapi­der Moder­ni­sie­rung. Das Bei­spiel Island. In M. Grund­mann, D. Dra­ven­au, U. H. Bitt­ling­may­er, & W. Edel­stein, Hand­lungs­be­fä­hi­gung und Milieu. Zur Ana­ly­se milieu­spe­zi­fi­scher All­tags­prak­ti­ken und ihrer Ungleich­heits­re­le­vanz (S. 75–95). Ber­lin: LIT Verlag.
  4. Bock, K. (2008). Ein­wür­fe zum Bil­dungs­be­griff. Fra­gen für die Kin­­der- und Jugend­hil­fe­for­schung. In H.-U. Otto, & T. Rau­schen­bach (Hrsg.), Die ande­re Sei­te der Bil­dung. Zum Ver­hält­nis von for­mel­len und infor­mel­len Bil­dungs­pro­zes­sen (2. Auf­la­ge) (S. 91–105). Wies­ba­den: VS Ver­lag für Sozialwissenschaften.
  5. Bour­dieu, P. (2001). Die kon­ser­va­ti­ve Schu­le. In P. Bour­dieu, Wie die Kul­tur zum Bau­ern kommt (S. 25–52). Ham­burg: VSA-Verlag.
  6. Büch­ner, P. (2003). Stich­wort: Bil­dung und sozia­le Ungleich­heit. Zeit­schrift für Erzie­hungs­wis­sen­schaft, 6. Jahrg. (Heft 1/2003), S. 5–24.
  7. Grund­mann, M. (2011). Sozia­li­sa­ti­on – Erzie­hung – Bil­dung: Eine kri­ti­sche Begriffs­be­stim­mung. In R. Becker (Hrsg.), Lehr­buch der Bil­dungs­so­zio­lo­gie (2. Auf­la­ge) (S. 63–85). Wies­ba­den: VS Ver­lag für Sozialwissenschaften.
  8. Grund­mann, M., Bitt­ling­may­er, U. H., Dra­ven­au, D., & Edel­stein, W. (2006). Bil­dungs­struk­tu­ren und sozi­al­struk­tu­rel­le Sozia­li­sa­ti­on. In M. Grund­mann, U. H. Bitt­ling­may­er, D. Dra­ven­au, & W. Edel­stein, Hand­lungs­be­fä­hi­gung und Milieu. Zur Ana­ly­se milieu­spe­zi­fi­scher All­tags­prak­ti­ken und ihrer Ungleich­heits­re­le­vanz (S. 13–35). Ber­lin: LIT Verlag.
  9. Grund­mann, M., Dra­ven­au, D., & Bitt­ling­may­er, U. H. (2006). Milieu­spe­zi­fi­sche Hand­lungs­be­fä­hi­gung an der Schnitt­stel­le zwi­schen Sozia­li­sa­ti­on, Ungleich­heit und Lebens­füh­rung? In M. Grund­mann, D. Dra­ven­au, U. H. Bitt­ling­may­er, & W. Edel­stein, Hand­lungs­be­fä­hi­gung und Milieu. Zur Ana­ly­se milieu­spe­zi­fi­scher All­tags­prak­ti­ken und ihrer Ungleich­heits­re­le­vanz (S. 237–251). Ber­lin: LIT Verlag.
  10. Hepp, R.-D. (2009). Das Feld der Bil­dung in der Sozio­lo­gie Pierre Bour­dieus: Sys­te­ma­ti­sche Vor­über­le­gun­gen. In B. Frie­berts­häu­ser, M. Rie­­ger-Ladich, & L. Wig­ger (Hrsg.), Refle­xi­ve Erzie­hungs­wis­sen­schaft (2. Auf­la­ge) (S. 21–39). Wies­ba­den: VS Ver­lag für Sozialwissenschaften.
  11. Holt, J. (1976). Ins­tead of Edu­ca­ti­on: Ways to Help Peo­p­le Do Things Bet­ter. New York: Dutton.
  12. Huis­ken, F. (2005). Der »PISA-Schock« und sei­ne Bewäl­ti­gung. Ham­burg: VSA-Verlag.
  13. Illich, I. (1995). Ent­schu­lung der Gesell­schaft. Mün­chen: Beck.
  14. Otto, H.-U., & Schröd­ter, M. (2010). „Kom­pe­ten­zen“ oder „Capa­bi­li­ties“ als Grund­be­griff einer kri­ti­schen Bil­dungs­for­schung und Bil­dungs­po­li­tik? In H.-H. Krü­ger, U. Rabe-Kle­­berg, R.-T. Kra­mer, & J. Bud­de (Hrsg.), Bil­dungs­un­gleich­heit revi­si­ted (S. 163–183). Wies­ba­den: VS Ver­lag für Sozialwissenschaften.
  15. Raidt, T. (2009). Bil­dungs­re­for­men nach PISA. Para­dig­men­wech­sel und Wer­te­wan­del (Diss.). Hein­rich-Hei­­ne-Uni­­ver­­­si­­tät Düs­sel­dorf. Online ver­füg­bar unter: http://www.pisa-bildung.de/ (28.07.2012).
  16. Roh­lfs, C. (2011). Bil­dungs­ein­stel­lun­gen. Schu­le und for­ma­le Bil­dung aus der Per­spek­ti­ve von Schü­le­rin­nen und Schü­lern. Wies­ba­den: VS Ver­lag für Sozialwissenschaften.
  17. Sol­ga, H. (2005). Meri­to­kra­tie – die moder­ne Legi­ti­ma­ti­on unglei­cher Bil­dungs­chan­cen. In P. A. Ber­ger, & H. Kah­lert (Hrsg.), Insti­tu­tio­na­li­sier­te Ungleich­hei­ten. Wie das Bil­dungs­we­sen Chan­cen blo­ckiert (S. 19–38). Wein­heim und Mün­chen: Juventa.
  18. Weber, M. (1980). Wirt­schaft und Gesell­schaft. Tübin­gen: Mohr (Sie­beck).